Oberliga: Kirchhof II siegt im Kellerduell gegen die SU Mühlheim – Christin Kühlborn nicht zu stoppen

Denk hat doppelt Grund zu feiern

Und noch ein Tor: Kirchhofs Linksaußen Lisa-Marie Berz (links) lässt hier Mühlheims Anne Heintzemann stehen. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Kirchhof-II-Trainer Christian Denk fiel nach dem 37:26 (19:13)-Sieg im Kellerduell der Frauenhandball-Oberliga gegen die SU Mühlheim ein Stein vom Herzen. „Wir wollten unbedingt gewinnen und auch den direkten Vergleich für uns entscheiden“, sagte Denk. Mission erfüllt, die Geburtstagsparty für Denk (wurde 32) konnte steigen.

Nur in den ersten 20 Minuten verlief die Partie annähernd ausgeglichen. Grund dafür war die nervöse Spielweise des Juniorteams. Aber das Zusammenspiel der zweitligaerfahrenen Kreisläuferin Laura Nolte und Christin Kühlborn (spielte auf Halblinks) schien schonmal Mut zu machen. Nach und nach tauten dann auch die restlichen SG-Spielerinnen auf, die das Tempo über 60 Minuten hochhielten. Damit bekamen die Südhessen zunehmend Probleme.

Dank einer Manndeckung gegen Mühlheims Spielmacherin fiel dem Aufsteiger auch im gebundenen Spiel nicht mehr viel ein. Wie schon in der Partie gegen Böddiger eine Woche zuvor, agierte das Team viel zu konfus. Das nutzte Kirchhof in der ersten Hälfte zu Gegenstößen. Weil auch das Mühlheimer Torhütergespann einen gebrauchten Tag erwischte, lag Kirchhof zur Halbzeit schon mit sechs Toren vorne.

In der zweiten Hälfte legte die SG dann nochmal drei Tore nach (22:13), damit war die Begegnung eigentlich gelaufen. Nach einer kurzen Schwächephase war es dann wieder Christin Kühlborn, die mit feinen Einzelaktionen ihre Grün-Weißen auf Kurs brachte. „Sie war in dieser Phase der entscheidende Faktor“, lobte Denk.

Zudem wurde Torfrau Paula Küllmer immer besser, hielt zwei Siebenmeter und entnervte die gegnerischen Außenspielerinnen. Mühlheim löste sich in der Folge komplett in seine Bestandteile auf, während Kirchhof am Ende einen Kantersieg herausspielte. Unschöne Szene am Schluss: Mühlheims Spielerinnen verweigerten nach der Niederlage den Handschlag mit der SG, die jetzt auf einem Nichtabstiegsplatz überwintert. • SG: Küllmer (21 Paraden/26 Gegentore) - Nolte 7, Bänfer 2, Berz 6, C. Kühlborn 7, Werner, Lucas 6, S. Kühlborn 6/4, Herwig 1, Sauerwald, Teichmann 1. SU: Jung (0 Paraden/11 Gegentore), Holzmann (8/26)- Zielinski, L. Noll 3, Schell 2, Stadter 4, Heintzemann 3, Rauch 5, Eichhorn 5, Hoschele 3. Siebenmeter: 4/5 - 0/2 Zeitstrafen: 4:8-Minuten SR: Binzer/Enge - Z. 50

Von Daniel Schneider

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