Kasseler Handball-Oberligist schlägt Vellmarerinnen 28:22

Derbysieg für Zwehren

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Umkämpftes Derby: Vellmars Aileen Hoppe (links) und Alena Breiding (rechts) nehmen in dieser Situation Zwehrens Svenja Tampe in die Mangel.

Kassel. Das war nichts für schwache Nerven. Im Derby der Handball-Oberliga gewannen die Frauen der HSG Zwehren/Kassel gegen Aufsteiger TSV Vellmar 28:22 (10:12) und sicherten sich in einem spannenden Schlagabtausch den ersten Saisonsieg.

Die Heisebachhalle glich stellenweise einem Hexenkessel. Beide Mannschaften begegneten sich weitgehend auf Augenhöhe und lieferten sich ein umkämpftes und körperbetontes Duell. Von Beginn an entwickelte sich ein schwungvolles Derby, das die HSG zunächst zu übermotiviert anging. Nach zwei Zeitstrafen des Gegners binnen kürzester Zeit nutzte der TSV die doppelte Überzahl und zog zunächst davon. In dieser Phase verhinderte Katja Zeller im Tor der Gastgeber mit starken Reaktionen einen höheren Rückstand. TSV-Kapitänin Alena Breiding glänzte besonders in der ersten Halbzeit mit ihrer Treffsicherheit und war beste Werferin bei den Gästen. Zwehren, angepeitscht von den zahlreichen Zuschauern, kämpfte sich aber noch vor der Halbzeit zurück ins Spiel. Trotzdem ging Vellmar mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine.

„Vellmar trat heute sehr stark auf“, sagte HSG-Coach Gunnar Kliesch, dessen Mannschaft zu Beginn der zweiten Hälfte fast den Anschluss verlor. Fünf Tore Rückstand waren es zwischenzeitlich. Dann aber startete das Kliesch-Team eine bemerkenswerte Aufholjagd. „Meine Mannschaft hat den Kampf des Derbys angenommen“, meinte der HSG-Coach.

Die Gastgeberinnen, allen voran Lena Alter, die sich über den linken Flügel immer wieder energisch durchsetzte, nutzten die unpräzise Spielweise des TSV gnadenlos aus.

Bei den Gästen lief nicht mehr viel zusammen. Sie wirkten müde, während die HSG einen Angriff nach dem nächsten fuhr. Zwehrens Kapitänin Sarah Panhans besorgte schließlich die erstmalige und viel umjubelte Führung für die Zwehrenerinnen. Nun war es ein spannendes und packendes Duell, wobei Vellmar gute Chancen ungenutzt ließ und häufig in der HSG-Abwehr hängen blieb. Das Kliesch-Team setzte sich schließlich ab und belohnte sich für eine kämpferische Leistung.

„Lange mitgehalten“

„Wir haben in der zweiten Halbzeit den Faden verloren und zu hektisch gespielt. Trotzdem haben wir lange gut mitgehalten“, meinte TSV-Trainerin Roxana Negovan, die trotz der Niederlage optimistisch in die Zukunft blickt.

Von Raphael Wieloch

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