Oberliga: Böddiger lässt Bruchköbel im Spitzenspiel keine Chance

Franke hält Sieg fest

Ohne Durchblick: Bruchköbels Linda Gastgeb (links) lässt hier Böddigers : Nora Minhöfer passieren. Foto: Hahn

Felsberg. Der TSV Eintracht Böddiger hat das Spitzenspiel in der Handball-Oberliga gewonnen. Mit 28:23 (13:12) setzte sich das Team von Trainer Mike Fuhrig gegen die bis dato punktgleiche SG Bruchköbel durch und verteidigte so die Tabellenführung.

Die Entscheidung fiel erst in den letzten zehn Minuten, als die Eintracht durch einen Doppelschlag von Torjägerin Christin Schene von 22:21 (48.) auf 24:21 (51.) davonzog. Die Gäste hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen, auch weil Luisa Franke im TSV-Tor (kam in der 39. Minute rein) in der Schlussphase mit mehreren Paraden gefiel. So war nach einem beherzten Eins-gegen-Eins von Sophie Wagner und einem Treffer von Nora Minhöfer die Partie beim 27:22 (55.) entschieden.

„Wir haben eine gnadenlos gute Abwehr gespielt, besonders in der Rückwärtsbewegung haben wir eine neue Qualität erreicht und Bruchköbel nicht in den Gegenstoß kommen lassen“, freute sich TSV-Coach Fuhrig. Vor allem Bruchköbels Torjägerin Kristin Amos (siehe Hintergrund) kam kaum zum Zug.

Bevor sechste Saisonerfolg der Edertalerinnen feststand, mussten Vilte Duknauskaite und Co. allerdings viel Widerstand brechen. Vor allem gegen die aggressive 3:2:1-Deckung der Südhessen fiel der Eintracht in der Anfangsphase nicht viel ein. So führten Bruchköbel 3:5 (9.) und 4:6 (12.), ehe die Felsbergerinnen nach einer Auszeit von Fuhrig besser in die Partie fanden. Weil Anne Kühlborn und Wagner auf der rechten Seite für mehr Druck sorgten. Und Duknauskaite und Schene mal wieder ihre Torjägerqualitäten unter Beweis stellten.

Umstellung der Deckung

Allerdings hatte der Eintracht-Trainer seine Deckung auch von einer 5:1-Formation auf eine 6:0 umgestellt, weil seine Schützlinge das Zusammenspiel von Regisseurin Juliana Bruzdziakdie mit der starken Janina Brodbeck am Kreis zunächst nicht unterbinden konnten. Bis zum 18:17 (41.) durch einen Gegenstoß von Bruzdziak lagen die Gäste in Führung. Dann sorgten Schene, Duknauskaite und Wagner für die Entscheidung.

„Das war eine schwierige Partie. Wir brauchten im Angriff heute Geduld und mussten viel ohne Ball machen“, erklärte Fuhrig und feierte nach dem Schlusspfiff den Ausbau der Tabellenführung gegen einen direkten Konkurrenten. • TSV: Frommann (1.-39.Min., 5 Paraden/17 Gegentore), Franke (39.-60., 6/6), Zwenger – Pioro, Blossey, Pollmer, Wagner 5, Hasper, Kühlborn 4, Minhöfer 1, Hildebrandt 1, Schene 10/4, Duknauskaite 7. Bruchköbel: Fassing (1.-50.,8/22), Schilling (50.-60., und bei einem Siebenmeter, 4/5) – Brodbeck 5, Amon, Muratoglu 1/1, Bruzdziak 6, Müller, Lorenz 3, Amos 4/1, Gastgeb 2, Gick 2. Siebenmeter: 4/5:2/4. Zeitstrafen: 8:8 Minuten. SR: Seils/Seils. - Zuschauer: 150.

Von Marcel Glaser

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