Handball-Oberliga der Frauen: Eintracht Böddiger am Sonntag beim TSV Vellmar

Das ganz besondere Derby

Engagiert an der Seitenlinie: Vellmars Trainerin Rocsana Negovan, hier noch im Trikot ihres alten Vereins TSV Eintracht Böddiger. Foto: Hahn

VELLMAR. Wenn am Sonntag um 18 Uhr in der Handball-Oberliga der Frauen der TSV Vellmar auf den TSV Eintracht Böddiger trifft, dann ist dies ein Derby der ganz besonderen Art. Allein schon, weil dann der Spitzenreiter beim Schlusslicht antritt.

Aber es ist auch noch viel mehr, und das besonders für Vellmars Trainerin Rocsana Negovan. Schließlich ist der TSV Böddiger „ihre“ frühere Mannschaft. Zur Saison 2011/12 kam Negovan als Spielerin von der SG Kirchhof zum Oberligisten. Und avancierte zur Trainerin, als Zoltan Bartalos im März 2012 sein Amt niederlegte. Im Mai 2015 kam dann Fuhrig zur Eintracht, weil Negovan eine Handballpause einlegen wollte.

Rocsana Negovan, die in Rumänien das Handballspielen erlernte und mit dem Nationalteam 1995 Weltmeister wurde, hat im Edertal zusammen mit ihrem Mann Dragos, Trainer beim Männer-Landesligisten TV Hersfeld, und Tochter Marie, 2010 geboren, eine neue Heimat gefunden. Eine Heimat, in der sich die Familie Negovan ausgesprochen wohl fühlt.

„Die Zeit beim TSV war eine sehr schöne Zeit. Wir haben viel auf die Beine gestellt und wir waren erfolgreich“, sagt Negovan. Gastgeschenke soll es für das Team von Ex-Profi Mike Fuhrig aber trotz der Verbundenheit keine geben. „Wenn ich auch bei Böddiger alle gut kenne, am Sonntag spielt das während des Spiels keine Rolle“, sagt Negovan.

Die spielte in dieser Saison schon einmal gegen ein „altes“ Team, bei der HSG Sulzbach/Leidersbach gab es ein 24:29. Diesmal soll das anders werden: „Wir müssen wieder eine solche Leistung abrufen wie beim Sieg gegen Bruchköbel, dann haben wir eine Chance.“

Unterstützung bekommt Negovan von Mannschaftskapitänin Alena Breiding. „Wir müssen mehr Konstanz zeigen“, sagt sie. „Wir spielen gut, schaffen es aber nicht, das über 60 Minuten zu tun.“ Und man müsse auch die erarbeiteten Chancen besser verwerten. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut und wir gehen auch mit der richtigen Einstellung ins Spiel“, so Breiding weiter. Am Sonntag habe man gegen den Spitzenreiter nichts zu verlieren.

„Wir wollen für Roxy gewinnen“, sagt Breiding. „Und natürlich auch für uns. Und sie und uns endlich für die gute Arbeit, die in Vellmar gemacht wird, belohnen.“

Von Peter Fritschler

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