Oberliga: 34:33-Siegtor gegen starken Aufsteiger Lumdatal fällt in letzter Sekunde

Schene lässt TSV jubeln

Durchgesetzt: Böddigers Anne Kühlborn lässt hier Lumdatals Anna-Maria Fuhr (links) und Franziska Müller aussteigen und kommt zum Abschluss. Foto: Hahn

Felsberg. Das war nichts für schwache Nerven! Mit 34:33 (17:15) besiegte Handball-Oberligist TSV Eintracht Böddiger den Liga-Neuling HSG Lumdatal. TSV-Torjägerin Christin Schene behielt die Nerven und erzielte acht Sekunden vor dem Ende per Siebenmeter den Siegtreffer. Es war der 15. Treffer der Halblinken, die vier Wochen nach ihrem Muskelfaserriss ein gelungenes Comeback feierte.

Auf diese Schlussphase hätte TSV-Trainer Mike Fuhrig allerdings gerne verzichtet. „Wir haben super gespielt, dann aber die Bälle nicht rein gemacht. Entscheidend war, dass wir in der Abwehr keinen Zugriff bekommen haben“, ärgerte sich der 51-Jährige. So verspielte die Eintracht eine 30:26-Führung (50.), während die Gäste angetrieben von der starken Spielmacherin Hanna Schmidt Tor um Tor aufholten. TSV-Torhüterin Anne Zwenger hatte zuvor mit einigen starken Paraden einen Rückstand noch verhindert. Beim 32:32 durch Pia Cybulski (59.) hatten die Gäste aber ausgeglichen, ehe die Eintracht Sekunden vor dem Ende einen fragwürdigen Strafwurf zugesprochen bekam, den Schene sicher verwandelte.

Dabei hatten die Südhessen die Partie zunächst offen gestalten können und über 3:1 (3.) und 10:8 (20.) lange geführt. Vor allem Regisseurin Schmidt sowie die starke Kreisläuferin Franziska Müller bekamen die Edertalerinnen nicht in den Griff. Erst mit der Hereinnahme von Schene stabilisierte sich die TSV-Defensive und die Eintracht fand besser in die Partie. Auch eine enge Deckung gegen TSV-Spielmacherin Vilte Duknauskaite konnte die Fuhrig-Sieben nun nicht mehr stoppen, weil jetzt Jennifer Pioro auftaute, mutig in die Lücken stieß und oftmals nur mit einem Foul zu stoppen war. Zudem traf Anne Hildebrandt sicher von Linksaußen.

Nach Wiederanpfiff zogen die Gastgeberinnen so schnell auf 24:19 (40.) davon. Bevor sie die Partie in einer umkämpften Schlussphase fast noch den vierten Sieg im fünften Spiel hergegeben hätten. • TSV: Frommann (1.-45., 6 Paraden/24 Gegentore), Zwenger (45.-60., 7/9), Franke – Pioro 3, Blossey, A. Hildebrandt 4, Wagner 1, Hasper 1, Kühlborn 1, Minhöfer, L. Hildebrandt 2, Schene 15/8, Duknauskaite 7/2, Pollmer. Lumdatal: Olemotz (1.-20., 50.-60., 4/13), Elisath (20.-50., 5/21), Bulling, Linderkamp 1, Elmshäuser 1, F. Müller 3, Schuster 5, Gennermann 3/1, Schmidt 10/4, Hasenkamp 5, M. Müller 1, Fuhr, Cybulski 2, Kraban 2/1. Siebenmeter: 10/12:6/8. Zeitstrafen: 4:10 Minuten. Schiedsrichter: Hoffelner/Siedel (Offenbach) - Zuschauer: 150.

Von Marcel Glaser

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