Eintracht Böddiger: TSV will oben mitspielen

Trainer Fuhrig gibt Jugend eine Chance

Die Neuzugänge des TSV Eintracht Böddiger: Sophie Wagner, Maren Pollmer, Trainer Mike Fuhrig und Nora Minhöfer (oben von links) sowie die Torhüterinnen Anne Zwenger, Luisa Franke und Denise Dippel (unten von links). Foto: Hahn

Felsberg. Seit Jahren zählen die Handballerinnen des TSV Eintracht Böddiger zu den Titelaspiranten in der Oberliga. „Oben mitspielen“ ist auch diese Saison das Ziel von TSV-Trainer Mike Fuhrig.

Seine Hauptaufgabe sieht der 51-Jährige aber in einem anderen Bereich. Nämlich in der Integration der jungen Spielerinnen und Neuzugänge. „Sie haben ein großes Potential, brauchen aber noch Zeit“, erklärt der 165-fache Nationalspieler. Besonders der 17 Jahre alten Rechtsaußen Sophie Wagner, die bereits in der vergangenen Saison vereinzelt im Oberliga-Team auflief, traut der TSV-Coach eine Menge zu: „Sie hat einen super Sprint, muss aber an ihrem Eins-gegen-Eins und der Technik arbeiten.“ Überzeugt hat in der Vorbereitung auch Neuzugang Nora Minhöfer (SG 09 Kirchhof), die als Vorgezogene einer 5:1-Formation und am Kreis schon glänzte.

Und im Angriff für neue Impulse sorgt. Weil sie in der TSV-Offensive an den Kreis auflöst, wo sie zusammen mit der erfahrenen Lena Hildebrandt Raum für die wurfgewaltigen Vilte Duknauskaite und Christin Schene schaffen soll. Im Rückraum drängt zudem die talentierte Anne Kühlborn in die Startformation, die bereits in der vergangenen Spielzeit ihr Potenzial andeutete. Überhaupt: Offensiv besteht bei der Eintracht nur wenig Handlungsbedarf. Im Schnitt warf die Fuhrig-Sieben 31 Tore pro Partie - das ist ligaspitze.

Defensiv hingegen soll sich einiges ändern. Zentral setzt die Eintracht statt der bisherigen 6:0-Deckung auf eine versetzte 5:1-Abwehr, in der Duknauskaite oder Minhöfer als „Indianer“ agieren. Dies soll vor allem einfache Ballgewinne und Treffer aus dem Gegenstoß ermöglichen.

Nachdem der Wechsel der Ex-Kirchhoferin Julie Bärthel berufsbedingt scheiterte, wird Routinierin Katja Frommann auch diese Saison das TSV-Tor hüten. Hinter ihr warten die Neuzugänge Denise Dippel (2. Mannschaft), Anne Zwenger (Northeimer HC) und Luisa Franke (HSG Bad Wildungen) auf ihre Chance. Komplettiert werden die Neuzugänge durch Rückraumspielerin Maren Pollmer aus der TSV-Reserve.

Wiedersehen mit Negovan

Ein besonderes Spiel erwartet die Eintracht am 27. November, wenn es gegen Oberliga-Aufsteiger TSV-Vellmar geht. Der wird nämlich von Ex-Eintracht Trainerin Rocsana Negovan betreut. Neben Drittliga-Absteiger TuS Kriftel und Vizemeister TGS Walldorf zählt vor allem die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen zu den Aufstiegsfavoriten. „Uns fehlt dafür noch die Breite“, sagt Fuhrig. Was gleichzeitig auch eine Chance für die talentierten Neuzugänge ist, sich in Hessen höchster Spielklasse zu beweisen.

Von Marcel Glaser

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