Handball-Oberliga: HSG verliert gegen TV Hüttenberg 27:28 – Schleider überragt bei den Gastgebern

Zwehren kann Aufholjagd nicht krönen

+
Auf Tuchfühlung: Fabienne Löffler (links) und Zwehrens Sarah Panhans. 

Kassel. Kampfgeist, Leidenschaft und eine furiose Aufholjagd ohne glückliches Ende: Die HSG Zwehren hat in der Handball-Oberliga gegen den TV Hüttenberg ein unterhaltsames Spiel geboten, musste sich am Ende aber der jungen Gästemannschaft mit 27:28 (11:14) geschlagen geben. 

Insbesondere im ersten Durchgang fanden die Hausherrinnen wenig Mittel gegen spielfreudige Hüttenbergerinnen. In der Defensive stand das HSG-Zentrum in den ersten zehn Minuten sicher, doch Hüttenberg fand die richtige Antwort, indem es mit geschicktem Einsatz der Außen zum Erfolg kam. HSG-Trainer Gunnar Kliesch nahm bereits nach 13 Minuten beim Stand von 3:6 die Auszeit. Doch der TVH spielte unbeirrt weiter und erhöhte nach 20 Minuten auf 9:4. Vorbildlich war das schnelle und präzise Umschaltspiel der Gäste, das Zwehren immer wieder überforderte. Umso wichtiger war die Treffsicherheit von Linksaußen Karina Schleider, die mit ihren Toren die HSG im Spiel hielt, sodass die Hausherrinnen den Rückstand zur Pause auf 11:14 verkürzen konnten. Negativer Höhepunkt waren eine Minute vor dem Ende der ersten Halbzeit die Roten Karten gegen Alisa Mappes und Carina Salzmann, die sich gegenseitig einen Schlag ins Gesicht verpasst hatten und blutend vom Feld mussten.

Trainer Gunnar Kliesch stellte zur Pause das Defensivspiel seiner Sieben um, die Deckung wurde häufiger variiert und offensiver gestaltet. Der Erfolg hielt sich zunächst in Grenzen. Nach 37 Minuten hatte Hüttenberg beim 19:14 den Fünf-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. Doch die forsche Spielweise forderte ihren Tribut. Zwehren wirkte konditionell stärker und kam nach 49 Minuten auf 21:23 heran. Fünf Minuten später hatte die HSG beim Stand von 23:24 und eigenem Ballbesitz sogar die Chance zum Ausgleich, leistete sich aber einen von zahlreichen Anspielfehlern. Als Hüttenberg zwei Minuten vor der Schlusssirene auf 27:24 davonzog, schien das Spiel entschieden, doch die Hausherrinnen gaben sich noch nicht auf. In einer dramatischen Schlussminute konnte Zwehren 30 Sekunden vor dem Ende auf 27:28 verkürzen, der Ausgleich wollte aber nicht mehr fallen. „Das Spiel haben wir heute mit unserer zu passiven Defensivleistung in der ersten Halbzeit verloren“, analysierte Kliesch. (ptk)

Zwehren: Zeller, Gerner - Salzmann 1, Küster 3, Schleider 7, Daniel 1, Tampe 1, Bachmann 1, Naumann 7/2, Panhans 2, Hoppe 2, Kiwa 2

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.