Oberliga-Handballerinnen bezwingen Topteam Kriftel 24:23

Zwehren überrascht gegen das Topteam Kriftel

Dem Druck standgehalten: Die Zwehrenerin Maria Kiwa (rechts) behauptet in dieser Szene den Ball gegen Finja Seeharsch vom TuS Kriftel. Foto:  Schachtschneider

KASSEL. Paukenschlag in der Handball-Oberliga: Mit einem 24:23 (13:13)-Erfolg über Drittliga-Absteiger und Aufstiegsaspirant TuS Kriftel gewannen die Handballerinnen der HSG Zwehren/Kassel zum dritten Mal in Folge und führen vorerst die Tabelle an.

Es war ein dramatisches Duell – bis zum Schluss. Viel Kampf und noch mehr Leidenschaft prägten das Geschehen auf dem Spielfeld. Am Ende entschieden unbändige Willensstärke und eine vorbildliche Deckungsarbeit die Partie zugunsten der HSG. Die Mannschaft von Trainer Gunnar Kliesch zwang den klaren Favoriten aus dem Main-Taunus-Kreis regelrecht in die Knie.

In einer laufintensiven Partie gab zunächst der Absteiger den Ton an. Die Zwehrenerinnen ließen sich aber nicht abwimmeln. Immer wieder liefen sie einem Rückstand hinterher – immer wieder kamen sie zurück. Zur Halbzeit erkämpfte sich die HSG ein 13:13.

Nach der Pause kam das Kliesch-Team schwungvoll aus der Kabine. Mit zielstrebigen Angriffen und einer verbesserten Chancenverwertung nahm plötzlich die HSG das Heft in die Hand. Schnell erarbeitete sich die Mannschaft um Kapitänin Sarah Panhans einen vielversprechenden Fünf-Tore-Vorsprung. Die Überraschung schien greifbar nahe.

Dann aber nahmen die Gäste den Kampf an und glichen binnen weniger Minuten aus. „Wir haben gegen Ende des Spiels die Ruhe bewahrt. Das war ganz wichtig“, sagte HSG-Trainer Kliesch, dessen Puls in der spannenden Schlussphase zunehmend stieg. Katja Zeller im Tor der Zwehrenerinnen wuchs derweil über sich hinaus. Mit glänzenden Reaktionen hielt sie ihre Mannschaft in dieser Phase im Spiel.

Die Partie drohte zu kippen. Die Gäste übten jetzt gehörigen Druck auf die Zwehrenerinnen aus, die aber weiterhin konzentriert zu Werke gingen und dagenen hielten. Nun war es ein Spiel auf Messers Schneide und ein offener Schlagabtausch.

Zwehrens Maria Kiwa stellte Sekunden vor dem Ende mit ihrem einzigen Treffer per Freiwurf einen Zwei-Tore-Vorsprung her. Dem Absteiger gelang noch der Anschluss – dann war Schluss. Der Jubel der Zwehrenerinnen kannte anschließend keine Grenzen mehr.

Sichtlich erleichtert und überglücklich kommentierte HSG-Coach Kliesch später das Spiel: „Das war eine herausragende Mannschaftsleistung. Jeder, der heute auf dem Feld stand, hat gekämpft.“

Von Raphael Wieloch

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