Handball-Oberliga Männer: Duderstadt erst gegen Hameln und dann im HVN-Pokal

Nur Derby gegen NHC reizvoll

Herausragend: Jahns ungarischer Neuzugang Adam Kiss (M.) überspringt Plesses Hauke Lapschies (li.) und Maik Meyer. Foto: zje/gsd

Göttingen. „Das wird ein hammerhartes Wochenende“, sagt Trainer Thomas Brandes vom TV Jahn Duderstadt, dem am Samstag und Sonntag drei Spiele in 24 Stunden bevor stehen. Samstag um 17.30 Uhr geht´s los mit dem Nachholspiel in der Handball-Oberliga gegen den VfL Hameln. Am Sonntag geht´s weiter mit dem HVN-Pokal. Im Halbfinal Final Four trifft Jahn zuerst um 13.30 Uhr auf Landesligist TV Stadtoldendorf, der vom in Duderstadt wohnenden Ex-Jahn-Trainer Stefan Albrecht gecoacht wird.

Siegen die Eichsfelder, folgt um 17 Uhr das Finale ? aller Voraussicht nach gegen den Northeimer HC, der zuvor auf Landesligist Nord Edemissen trifft (15 Uhr). Die NHCer haben den gleichen Stress, haben sie doch am Samstag in der Meisterschaftsrunde die HSG Nienburg im Spitzenspiel zu Gast. Wobei in der Oberliga fast alle Topteams unter sich sind: Northeim (Erster) gegen Nienburg (Sechster) und Duderstadt (Zweiter) gegen Hameln (Fünfter).

Für Brandes geht die Oberliga vor. „Wir wollen unsere Heimserie halten“, sagt er. Bisher gab es 9:1-Punkte zuhause. Brandes: „Aber Hameln ist wahnsinnig stark.“ Der VfL hat die beste Abwehr der Liga, Jahn den besten Angriff. Der Duderstädter Coach: „Wir dürfen nicht in Lethargie und Leichtsinn verfallen, müssen in der Deckung präsent sein und dürfen nur wenige technische Fehler machen.“

Coach Brandes ist am Wochenende gefragt, die Einsatzzeiten seiner Akteure ausgewogen zu verteilen. „Dass es eine hohe Belastung sein wird, ist klar“, sagt der Duderstädter Trainer.

Kaum ein Pokal-Anreiz

Am Sonntag folgt dann die vorletzte Runde im HVN-Pokal. Brandes sieht ihn - wie so viele Handballer - sehr zwiespältig. „Er ist ohne Reiz“, sagt der Jahn-Trainer. Der Sieger der sonntäglichen Runde qualifiziert sich zwar für das abschließende „Final Four“, doch dessen Sieger nimmt dann nicht am „großen“ DHB-Pokal teil, sondern nur am „deutschen Amateur-Pokal“, wie der stellvertretende HVN-Spielleiter Andreas Werner (Edemissen) erklärt. Ein sehr langer und wohl auch kaum zu überstehender Weg bis zum DHB-Pokal also für die niedersächsischen Klubs. Deshalb erachten die meisten HVN-Klubs den Landespokal auch nur als lästiges Anhängsel.

Brandes will mit dem TV Jahn dennoch ins Final Four. „Wir wollen so gut wie möglich durchkommen.“ Zumindest der Derby-Charakter mit den Northeimern sieht er als brisant an. (haz/gsd)

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