Handball-Pokal: Gastgeber Vorsfelde macht das Finale zu einer Lachnummer

NHC fühlt sich veralbert

Erfolgreich, aber unzufrieden: Der Northeimer HC mit Tim Gerstmann, hier ein Archivbild aus dem Punktspiel gegen Soltau, gewann am Samstag das Pokalturnier in Vorsfelde. Doch der Gastgeber verhielt sich im Finale mehr als unsportlich. Archivfoto: zhp

Vorsfelde. Mit zwei Siegen - einem klaren und einem geschenkten - zogen die Oberliga-Handballer des Northeimer HC am Samstag in Vorsfelde in die dritte Runde des Pokalwettbewerbes ein.

Nach dem glatten 38:13 (21:7) über den Nachbarn HSG Plesse-Hardenberg - „Plesse hat sich gut verkauft, aber für uns reichte es diesmal, aus einer stabilen Abwehr heraus die sich bietenden Tempogegenstöße konsequent zu nutzen.“ - musste der Northeimer Trainer Carsten Barnkothe im Finale gegen den Ausrichter MTV Vorsfelde miterleben, wie der aktuelle Oberliga-Zweite in den letzten zehn Minuten durch Nichtstun seinem Team den Sieg regelrecht auf dem Silbertablett überreichte.

MTV Vorsfelde - Northeimer HC 32:36 (13:16). Nach 40 Minuten stand es 27:25 für den Gastgeber, der von da an das Handballspielen einstellte. Die Folge: 5:11 Tore und das Ausscheiden im Pokal.

„Wir wollten schon etwas erreichen“, sagte der hörbar verärgerte Northeimer Coach, „aber wir wollten den Sieg nicht geschenkt bekommen!“ So aber fühlte der Übungsleiter sich von den in der entscheidenden Phase lustlos auftretenden Gastgebern „regelrecht verarscht“.

Northeimer HC - HSG Plesse-Hardenberg 38:13 (21:7). Das Burgenteam trat mit nur drei Stammspielern (Maik Meyer, André Regenthal und Thomas Reimann) an. Dazu kamen vier A-Jugendliche und vier Spieler des Regionsoberliga-Kaders. Der den HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe vertretende Malte Jetzke zum Spiel: „Wir sind gegen die mit voller Kapelle angetretenen Northeimer chancenlos geblieben.“ Hauptursache für die Höhe der Niederlage seien die vorn verdaddelten Bälle gewesen, die der NHC konsequent zu Tempogegenstoß-Toren nutzte. „Wenn unsere Abwehr Zeit hatte, sich zu formieren, sah sie gar nicht mal so schlecht aus. Für unsere jungen Spieler aber war die Begegnung mit dem Oberliga-Tabellenführer dennoch eine gute Erfahrung.“

Northeimer HC: Pförtner (in beiden Spielen) - Stöpler (8 Tore gegen Plesse-Hardenberg/5 Tore gegen den MTV Vorsfelde), Bode (5/5), Gerstmann (5/5), Meyer (2/5), Seekamp (3/4), Wittwer (3/4), Kolletzko (6/0), Kühn (2/4), Lange (3/1), Güthers (1/2).

HSG Plesse-Hardenberg: Kubanek (1. HZ), Engel (2. HZ) - Meyer 5, Regenthal 3, Funke 2, Burmester 1, Schmidt 1, Wolf 1, Hübner, Messerschmidt, Reimann. (zdz)

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