Handball-Oberliga Männer: 33:29 im Aufsteiger-Duell gegen Plesse / Sechster Sieg in Folge

TV Jahn setzt Erfolgsserie fort

Offensivfoul? Der Jahner Tobias Fritsch (Mitte) zieht in die Defensive der Gäste und wird beim Torwurf von Christian Brand (links) und Andre Regenthal gehindert. Foto: Jelinek/gsd

Duderstadt. Mit 33:29 (13:14) besiegten die Oberliga-Handballer des TV Jahn Duderstadt im Kreis- und Aufsteiger-Derby am Freitagabend die HSG Plesse-Hardenberg. In der aus allen Nähten platzenden Halle „Auf der Klappe“ endete zwar das Duell der Fan-Gruppen nach Phon-Anzahl unentschieden, auf dem Parkett aber erwischten die Hausherren, gestützt auf ihren überragenden Torwart Tymon Trojanski, zweimal den deutlich besseren Start: Nach dem ersten Abtasten führte das von Hrvoje Batinovic, Adam Kiss und Bence Kanyo angetriebene Jahn-Team mit 5:2 (10. Minute). Als dann aber nach dem 9:5 (17.) Jahn-Trainer Thomas Brandes seinem Mittelmann Kanyo eine Pause gönnte und den bis dahin sichersten Werfer Kiss aus dem linken Rückraum in die Mitte beorderte, kam Sand ins Getriebe des Duderstädter Spiels.

Der ersatzgeschwächt angetretene Gast – mit Jan-Niklas Falkenhain, Marvin Grobe, Malte Jetzke und Thomas Reimann fehlten gleich vier Rückraumspieler der Stammbesetzung – bekam nun plötzlich Oberwasser und lag zur Pause 14:13 vorne.

Erst der fulminante Start in den zweiten Durchgang (21:16/41.) ließ die Partie wieder zu Gunsten der Hausherren kippen. In diesen zehn Minuten leisteten sich die Burgen-Handballer sechs Fehlwürfe und zwei Fehlpässe, während der nach dem Seitenwechsel für Christian Wedemeyer ins Spiel gekommene Markus Ahlborn (noch) keine Hand an den Ball bekam. Später war er dann – genau wie vor der Pause Wedemeyer –der gewohnt sichere Rückhalt hinter der konsequent durchgehaltenen 5:1-Abwehr, in der ein sich 60 Minuten lang nicht schonender Eike Gloth zum Störfaktor im Duderstädter Spielaufbau wurde. Beim 29:22 (53.) war die Partie gelaufen, denn auch die vier Treffer von Maik Meyer (3) und Patrick Schindler zum 29:26 (57.) brachten keine Wende mehr.

Überraschung war drin

Jahn-Trainer Brandes zufrieden: „Die zwei Punkte sind das Entscheidende. Dass es schwer werden würde, wussten wir vorher.“ Allerdings ärgerte er sich gewaltig über die sieben Gegentore in den letzten sieben Minuten: „Das passt mir überhaupt nicht! Darüber werden wir noch zu reden haben.“ Sein Gegenüber Dietmar Böning-Grebe trug die ja eher erwartete Niederlage nicht nur mit Fassung, sondern er zollte seiner Truppe „ein dickes Lob! Wir haben trotz unserer großen Ausfallliste die Partie lange offen gehalten und sind selbst nach dem 22:29 noch einmal zurückgekommen.“ Und ohne die Schwächephase direkt nach dem Wiederanpfiff lag für das aufopfernd kämpfende Team sogar eine faustdicke Überraschung drin. Dass es sich am Ende nicht selber belohnt hatte, lag auch an den sechs Holztreffern (gegen nur zwei der Jahner) sowie an 17 weiteren Fehlwürfen.

TV Jahn: Trojanski, Döscher - Batinovic 9/3, Barth 5, Fritsch 4, V. Grolig 4, Kanyo 4, Schuldes 4, Kiss 3, Effenberger, Möller.

HSG: Wedemeyer, Ahlborn - Brand 6/2, P. Schindler 5, Gloth 4, Glapka 4/3, Herrig 3, Meyer 3, Lapschies 2, S. Schindler 2, Arndt, Brill, Endler, Regenthal. (zdz) Foto: zje/gsd

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