Handball-Pokal: Final Four mit 25:26 gegen Duderstadt verpasst / Stöpler gesperrt

Northeim verliert doppelt

Freie Bahn am Kreis: Duderstadts Marcel Effenberger (am Ball) erzielt gegen Northeim Torwart Sönke Pförtner eines seiner fünf Tore. Links der NHCer Christian Stöpler, der in der 38. Minute erst die rote und dann die blaue Karte gezeigt bekam. Foto: Jelinek/gsd

Duderstadt. Bitteres Ende für den Northeimer HC! Nachdem sich der Spitzenreiter der Handball-Oberliga im Halbfinale des Pokal-Final Four-Turniers in Duderstadt gegen Landesligist Nord Edemissen deutlich durchgesetzt hatte, verlor der NHC das Endspiel, in dem der Teilnehmer am Endturnier auf Niedersachsen-Ebene ermittelt wurde, gegen Oberliga-Konkurrent TV Jahn Duderstadt mit 25:26. Und obendrein auch noch Christian Stöpler, der wegen Schiedsrichter-Beleidigung die neue „blaue Karte“ sah und nun mindestens zwei Spiele gesperrt wird.

TV Jahn Duderstadt - Northeimer HC 26:25 (14:14). Es war die 38. Minute im Endspiel, das wie die Halbfinals im Pokal nur über zweimal 25 Minuten gespielt wird, als Stöpler vom Feld musste. Im Duell mit ihm war Jahns Marcel Effenberger zu Boden gegangen. Stöpler erhielt zwei Strafminuten, meckerte, was zwei zusätzliche bedeutete.

Als er das Feld verließ, soll er zu einem der beiden Schiedsrichter „Ich glaube, du hast doch ‘ne Meise“ gesagt haben. Nach der roten Karte für 3x2 Minuten zogen sie auch noch den blauen Karton, was nun eine Sperre zur Folge hat, weil die blaue Karte (mit Zusatz-Bericht) Wettbewerbs-übergreifend gilt. Co-Trainer Jens Schuboth, der Chefcoach Carsten Barnkothe (bei den NHC-Frauen) vertrat, versuchte noch zu retten, was zu retten ist – doch vergebens.

Auch Jahn-Trainer Thomas Brandes konnte das Strafmaß nicht verstehen. Er und Schuboth vertraten gemeinsam die Ansicht, dass es ein faires Spiel gewesen sei. Beide hätten sich mehr Fingerspitzengefühl von den Referees gewünscht – zumal in einem Final Four-Turnier, in dem die NHCer mit Seekamp, Gerstmann, dem am Samstag verletzten Meyer, Wittwer und Gobrecht mehrere Spieler schonten. Auch Jahn hatte den Kroaten Deni Skopic (Dienstag Meniskus-OP) und Adam Kiss (Samstag verletzt) nicht dabei.

Handball gespielt wurde übrigens auch noch: Northeim führte bis kurz vor der Pause durchweg, geriet erst beim 14:13 für Jahn erstmals in Rückstand. Nach dem Wechsel lag der NHV bis zum 19:18 vorn, ehe Jahn die Führung übernahm. Batinovic netzte zum 26:24 ein – die Entscheidung für die Eichsfelder.

TV Jahn: Trojanski, Döscher, Zwengel - Batinovic 5, Barth, Fritsch 1, V. Grolig 3, Gläser, Kanyo 1, Schuldes 3, Effenberger 5, Möller.

NHC: Pförtner, Armgart - Kolletzko 6, Lange 7/2, K. Kühn 5, Haberecht 2, Ozimek, Dewald, Stöpler 3, Bode 2.

Halbfinals

TV Jahn - TV Stadtoldendorf 29:26 (15:12). - Jahn-Tore: Batinovic 4, Barth 7/1, Fritsch 2, N. Grolig 1, Kanyo 1, Schuldes 6, Effenberger 8.

Northeimer HC - HSG Nord Edemissen 37:17 (19:7). - NHC-Tore: Kolletzko 5, Lange 4, K. Kühn, Haberecht 4, Ozimek 6, K. Strupeit, Dewald 7, Stöpler 7, Bode 4. (haz/gsd)

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