Handball-Oberliga Männer: 24:22-Erfolg des Neulings gegen die HG Rosdorf-Grone

Plesse feiert Derby-Erfolg

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Zwei HGer packen zu: Der Ex-Rosdorfer Christian Brand (hinten) versucht, sich gegen sein Ex-Team zu behaupten. Aaron Frölich und Marlon Krebs (re.) stoppen den Plesser mit hartem Einsatz.

Bovenden. Ausgelassen feierten die Oberliga-Handballer der HSG Plesse-Hardenberg ihren 24:22 (12:12) Sieg im Südniedersachsen-Derby über die HG Rosdorf-Grone.

Während die Gastgeber jubelten, ließen die Rosdorfer resigniert die Köpfe hängen. Mit 0:6 Punkten stehen sie jetzt als Schlusslicht bereits mitten im Abstiegskampf. HG Rosdorf-Grones Trainer Gernot Weiss anerkannte enttäuscht. „Der Sieg war verdient.“

Handballerisch gab es im Spiel in der ausverkauften Halle am Wurzelbruch nur schmale Kost, aber dafür reichlich Kampf bis zur letzten Sekunde. Beide Teams schenkten sich nichts. „Typisch Derby“, sagte der überglückliche Trainer der HSG, Dietmar Böning-Grebe, nach dem Spiel.

Die Partie war außerordentlich eng. Keiner der beiden Teams konnte sich im Lauf des Spiels entscheidende Vorteile erarbeiten. Zu Beginn sahen die Gäste etwas besser aus. Nach dem 1:3 (4.) folgte ganz schnell die 4:3-Führung Plesses (5.). So ging es hin und her bis zum 12:12 Unentschieden zur Halbzeitpause.

HSG-Keeper sehr stark

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an dieser Lage nichts. Erst nach dem 20:20 (51.) gab es den entscheidenden winzigen Ausschlag zu Gunsten der Gastgeber, als erst Eike Gloth auf 21:20 (53.) und ausgerechnet Plesses bestens aufgelegter Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp mit einem langen Ball ins leere Rosdorfer Tor auf 22:20 erhöhten. Über 23:22 (57.) machte die HSG ihren Sieg schließlich mit 24:22 perfekt. Patrick Schindler blieb der Siegtreffer vorbehalten. Ein letzter Siebenmeter durch Rosdorfs Hendrik Sievers, den die Schiedsrichter trotz des inzwischen erfolgten Ertönens der Schlusssirene noch ausführen ließen, gegen Christian Wedemeyer blieb erfolglos. Er hätte am Sieg des Neulings auch nichts mehr geändert.

„Wir haben die Rosdorfer mit unserer 5:1 Deckung mit Eicke Gloth auf der vorgezogenen Position in der Schlussphase besser im Griff gehabt“, freute sich Plesses Trainer Böning-Grebe nach dem doppelten Punktgewinn. Er räumte allerdings ein, dass auch eine Punkteteilung gerecht gewesen wäre.

Matchwinner im Burgenteam waren Wedemeyer-Kuhlenkamp und der aus Northeim nach Plesse gewechselte Jan-Niklas Falkenhain, der ein ums andere Mal die Gäste mit seinen ansatzlosen Würfen unter Druck setzte.

Ein Manko der HG war die mangelhafte Chancenauswertung und die fehlende mannschaftliche Geschlossenheit. Dabei verfügt das Team über hervorragende Einzelspieler, die aber noch nicht zu einem Team zusammengewachsen sind. Offenbar eine Folge der alles andere als optimalen Saisonvorbereitung, wie ein Spieler jüngst klagte.

HSG: Wedemeyer-Kuhlenkamp 1, Ahlborn - Meyer, Jetzke 3, Gloth 3, Grobe, Herrig 1, Lapschies, S. Schindler, Regenthal, Brand 4/2, P. Schindler 5, Glapka 1/1, Falkenhain 6.

HG: Krüger, Kurz - Ruck 4, Herthum, Frölich 4, Zech 1, Brandes 4/3, Krumsiek, Krebs 8/2, Sievers 1, Wächter, Avram, Warnecke, Bohnhoff. (zhp)

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