Handball-Oberliga: Duderstadt erst in der Liga, dann im Pokal / Freitag Derby gegen die HSG Plesse

Terminhatz: Drei Spiele in nur 24 Stunden

Thomas Brandes

Göttingen. So viel Irrsinn scheint es derzeit wohl nur im Handball zu geben! Vor einer Termin-Kollision erster Güte steht Oberliga-Rückkehrer TV Jahn Duderstadt. Nach dem vorgezogenen Südniedersachsen-Derby am Freitag (20 Uhr) gegen die HSG Plesse-Hardenberg müssen die gut gestarteten Eichsfelder am übernächsten Wochenende drei Spiele in gut 24 Stunden austragen. Einmal mehr ist der HVN-Pokal das Ärgernis.

Am 19. November (Samstag) holen die Jahner das Oberliga-Spiel gegen den VfL Hameln nach. Das war ursprünglich am 17. September terminiert. Doch wegen des ungarischen Neuzugangs Adam Kiss, der bei einer Hochzeit in seiner Heimat als Trauzeuge gefragt war, wurde das Spiel verlegt – auf einen Pokal-Termin. „Zu diesem Zeitpunkt wussten wir ja noch nicht, dass wir im Pokal weiterkommen“, sagt Jahn-Trainer Thomas Brandes. Das ist nun aber passiert.

So muss Jahn nun am 20. November (Sonntag, 13.30 Uhr) in dem wieder in Turnierform ausgetragenen Pokal-Wettbewerb zunächst gegen den TV Stadtoldendorf „auf die Platte“. Siegt das Brandes-Team, wovon in der derzeit guten Verfassung auszugehen ist, folgt um 17 Uhr das Finale – wahrscheinlich gegen den starken Northeimer HC, der im Halbfinale (15 Uhr) auf Nord Edemissen trifft. Eine Belastung, die die Amateur-Handballer an ihre Grenzen bringt. „Da müssen wir jetzt durch“, sagt Coach Brandes, der wenigstens froh ist, dass man zuhause spielt, da sich Jahn um die Ausrichtung des Turniers beworben hatte.

„Der Fokus liegt aber auf dem Hameln-Spiel“, betont Brandes. „Der Pokal bietet keinen Anreiz, es geht um die goldene Ananas.“ Der Sieger des Duderstädter Turniers nimmt am „Final Four“-Turnier teil gegen die Sieger der drei weiteren „Halbfinals“.

Am Freitag steht erstmal das Duell gegen Plesse an – ein Wiedersehen mit den Ex-Jahnern Wedemeyer und Brand. „Die habe ich beide damals noch trainiert“, sagt Brandes. Für Jahn (ohne Deni Skupic, dessen Kreuzbandriss am 21. November operiert wird) ist es das nächste Topspiel: Nach Nienburg (Dritter) geht’s jetzt gegen den Vierten. Brandes: „Der November ist der Monat der Wahrheit.“

Apropos Termin-Hatz: Northeim geht es nicht anders als Jahn: Der NHC bestreitet Samstagabend (19. November, 19.30 Uhr) noch das Topspiel gegen Nienburg, hat also den gleichen Stress wie Jahn.

HV Barsinghausen - HG Rosdorf-Grone (Sa., 19.30 Uhr). Die HG hofft auf den zweiten Auswärtssieg beim Tabellenletzten, der erst ein Spiel gewonnen hat (26:25 in Hameln) und ein Remis (29:29 gegen Großenheidorn) holte. Zuhause setzte es für „Basche“ (Handball-Slang) sonst drei Niederlagen. (haz/gsd) Foto: /nh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.