Handball-Oberliga Männer: Verdienter Rosdorfer 34:30-Erfolg gegen Duderstadt

HG überrascht gegen Jahn

Ellenbogen voraus: Rosdorfs Kreisläufer Jan-Patrick Bohnhoff (51), der zur Halbzeit verletzt ausschied, wird hier von Duderstadts Hrvoje Batinovic hart attackiert. Foto: Jelinek/gsd

Rosdorf. Überraschung in der Sporthalle am Siedlungsweg! Nicht der Favorit TV Jahn Duderstadt, bisher Tabellenzweiter der Handball-Oberliga, gewann das Kreisderby, sondern der Außenseiter und Gastgeber HG Rosdorf/Grone siegte völlig verdient vor ausverkaufter Halle mit 34:30 (15:10). Damit fielen die Eichsfelder hinter Northeim und Vorsfelde auf den dritten Tabellenplatz zurück.

„Im Angriffsverhalten hat uns die Aggressivität gefehlt. Da haben wir uns ganz schlecht bewegt“, suchte Jahn-Trainer Thomas Brandes nach Gründen dieser unerwarteten Pleite gegen die ganz schlecht in die Saison gestarteten Rosdorfer. Zudem fanden die Gäste kein Mittel gegen die sehr offen agierende HG-Defensive, die immer wieder die Duderstädter zu Fehlern zwangen, die das Team von Trainer Gernot Weiss zu vielen leichten Toren durch Tempogegenstöße nutzte.

Nur eine Führung für Jahn

Nur ein Mal führten die Jahner durch den starken Linksaußen Marcel Effenberger zum 3:2 in der achten Minute. Ansonsten aber setzte sich Rosdorf endgültig von der 15. Minute an langsam ab über 7:6, 10:7 und 15:10 zur Halbzeitpause. Hatte HG-Rückraumspieler Hendrik Sievers für diesen Halbzeitstand mit seinem ersten Treffer gesorgt, kam er mit dem 16:10 gleich nach der Pause so richtig in Schwung, ließ noch vier weitere Treffer in entscheidenden Situationen folgen.

„Es lag an der Disziplin, die wir über 40 Minuten halten konnten“, sah Weiss die Grundlage für diesen überraschenden Sieg des Tabellenzehnten. „Wir haben gekämpft, haben gut gedeckt und auch Batinovic gut im Griff gehabt“, analysierte Weiss. In der Tat nahmen die Rosdorfer Jahns besten Torjäger Hrvoje Batinovic fast gänzlich aus dem Spiel. Er hatte bis dato 103 Tore erzielt, ist damit bester Werfer in dieser Oberliga, kam gegen die Gastgeber aber nur auf für ihn mäßige sechs Tore, wobei zwei Treffer in der Schlussphase die Niederlage der Jahner auch nicht mehr verhindern konnten.

Die Rosdorfer mussten nach dem Wechsel auf Kreisläufer Jan-Patrick Bohnhoff verzichten, der sich kurz vor dem Seitenwechsel ohne Einwirkung eines Gegenspielers wohl einen Muskelfaserriss in der linken Wade zugezogen hatte. Und in der 44. Minute sah Duderstadts Benjamin Möller nach einer überharten Attacke an Mathis Ruck die Rote Karte, die auch noch Rosdorfs Kim-Felix Krumsiek eine Minute vor dem Ende aufgrund seiner dritten Zeitstrafe sah.

HG: Krüger, Ziegler – Ruck 3, Frölich 5, Zech 3, Brandes 3/1, Krumsiek 3, Krebs 6/2, Sievers 6, Wächter 1, Avram 3, Warnecke, Bohnhoff 1.

TV Jahn: Döscher, Zwengel - Batinovic 6/1, Mittelstädt 1, Rollheuser, Hupe, Barth, Fritsch 7, V. Grolig 2, N. Grolig 2, Kanyo 3/1, I. Schuldes 1, Effenberger 6, Möller 2. (gsd)

Von Walter Gleitze

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