Handball-Oberliga Männer: Plesse unterliegt Schaumburg-Nord

Weiße Weste ist dahin

Duell in der Luft: Plesses Eicke Gloth und Schaumburgs Torwart Niklas Blomberg sehenswert in Aktion. Foto: zje

Bovenden. Nun ist es also passiert: Mit 26:27 (13:13) kassierte die HSG Plesse-Hardenberg am Sonntag gegen die HSG Schaumburg-Nord ihre erste Heimniederlage in der Handball-Oberliga.

Nur 29 Sekunden sind beim Stand von 26:26 noch auf der Uhr, als die Gastgeber einen Angriff abfangen und sich auf den Weg zum Siegtreffer machen. 19 Sekunden später entscheidet das Schiedsrichter-Gespann Knop/Schmidt, mit dessen Pfiffen man nicht immer einverstanden sein musste, auf Schrittfehler. Ballbesitz für Schaumburg. Und Philipp Reinsch versenkt das Leder mit der Schlusssirene zum Siegtreffer.

Dass diese letzten Sekunden die Partie gegen den Aufsteiger entschieden, lag an den zehn Minuten rund um den Seitenwechsel. In der 24. Minute markierte der einmal mehr herausragende Eike Gloth die 12:8-Führung. Dann herrschte nahezu Funkstille bis zum 13:15 (33.).

„Wir haben uns heute selber geschlagen“, zog HSG-Trainer Dietmar Böning-Grebe nüchtern Bilanz. Phasenweise habe seine Sieben so unkonzentriert gespielt, dass der Gast immer wieder in Ballbesitz kam. Und das habe der eben zu nutzen gewusst.

Tatsächlich leisteten die Hausherren sich ungewöhnlich viele Ballverluste durch technische Fehler, Fehlpässe und Fehlwürfe. Und damit verschenkte die HSG die Frucht einer bis zur Pause hervorragenden Abwehrarbeit.

HSG: Wedemeyer 1, Ahlborn (ohne Einsatz) - Gloth 6/2, Grobe 5, P. Schindler 5, Brand 5/1, S. Schindler 2, Lapschies 1, Meyer 1, Endler, Herrig, Jetzke, Regenthal, Reimann. (eko)

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