Handball-Oberliga Frauen: 28:22-Sieg des Tabellenersten bei der HSG Göttingen

Plesse-Frauen bleiben spitze

Am gegnerischen Kreis durchgesetzt: Göttingens Michelle Rösler hat zum Torwurf angesetzt. Plesses Lisa Sander hat keine Chance mehr einzugreifen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Auch nach dem achten Spieltag der Handball-Oberliga bleiben die Frauen der HSG Plesse-Hardenberg Spitzenreiter. In einer von beiden Seiten sehr kämpferisch geführten Partie gewann der Favorit bei der personell weiterhin arg gebeutelten HSG Göttingen mit 28:22 (13:12).

Respekt zollte Plesses Trainer Tim Becker dem Gegner: „Es war ein sehr hartes Spiel gegen ein Team, das nie aufgehört hat zu kämpfen und uns alles abverlangt hat.“ In der Tat ließen die Gastgeberinnen in keiner Phase dieser Begegnung vor 100 Zuschauern nach. Und wenn da in der zweiten Halbzeit Plesses Torfrau Caro Menn nicht so stark gehalten hätte, hätte es für den Oberliga-Primus noch einmal eng werden können. Sie hielt nicht nur drei Strafwürfe der Göttingerinnen, sondern reagierte bei vier freien Würfen des Gegners sensationell.

Lisa Sander erzielt elf Tore

Gästespielerin Lisa Sander brachte ihr Team mit 2:0 in Führung. Überhaupt überragte die Rückraumspielerin mit ihren elf erzielten Treffern heraus. „Wir haben in den ersten 15 Minuten einfach zu viele technische Fehler gemacht, die der Gegner genutzt hat“, ärgerte sich Göttingens Trainer Uwe Viebrans über die verschlafene erste Viertelstunde seines Teams, das so mit 3:7 ins Hintertreffen geriet. Zudem fiel dem Tabellenelften in der Offensive nicht sehr viel ein, um die aufmerksame Plesser Defensive in Verlegenheit bringen zu können. Eine Überzahl nutzten dann aber die Gastgeberinnen kurz vor dem Seitenwechsel mit drei Treffern in Folge zum zwischenzeitlichen 11:11-Ausgleich. Sander sorgte indes mit einem erfolgreichen Strafwurf für die 13:12-Halbzeitführung der Gäste.

Nach dem Wechsel war die Konzentration auf Seiten von Plesse wieder da. „Wir haben 50 Minuten sehr gut in der Abwehr gestanden. Mit den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit war ich allerdings nicht zufrieden“, analysierte Becker. Als Sander in der 40. Minute auf 20:14 stellte, war so etwas wie eine Vorentscheidung gefallen. Denn bei den Göttingerinnen schwanden nun auch merklich die Kräfte bei den Spielerinnen, die sich unter der Woche noch mit Erkältungen herumgeplagt hatten.

Zu viel liegen gelassen

„In der zweiten Halbzeit haben wir zu viele hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Und was die beiden Schiedsrichter gepfiffen haben, war eines solchen Spieles nicht würdig. Ich möchte aber betonen, dass sie auf beiden Seiten zu viel zugelassen haben“, meinte Viebrans.

HSG Göttingen: Stopp - Tischer 3/2, Jansen 4, Lieseberg 3, Bause 1, K. Schmieding 2, J. Schmieding 1, Rösler 4, Wehnert, Albrecht 3, Gräser 1.

HSG Plesse: Menn - Hemke 2, Rombach 3, Henne 2, Sander 11/3, Herale 1, Röhrs, Strahlke 1, Thoelke 4, Al Najem 1, Hollender 3.

Von Walter Gleitze

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