27:22 – Baunataler Frauen besiegen Hüttenberg

Paukenschlag mit Lösel und Panhans

Mit zwölf Toren: Sarah Panhans (links), hier gegen Cristina Mihai. Archivfoto:  Schachtschneider
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Mit zwölf Toren: Sarah Panhans (links), hier gegen Cristina Mihai.

Baunatal. Diese Überraschung ist geglückt: Mit dem klaren 27:22 (17:10)-Erfolg der Oberliga-Handballerinnen der Baunataler Eintracht gegen den Tabellendritten TV Hüttenberg war nicht zu rechnen.

Doch wie es Trainerin Anne Bonsels verheißen hatte, gibt sich ihr Team auch in der vermeintlich aussichtslosen Situation nicht auf, zeigte trotz kleinen Kaders Selbstvertrauen und darf nun ungeachtet der vier Punkte Abzug am Saisonende wegen Schiedsrichter-Mangels weiter auf den Klassenerhalt hoffen.

„Die gute Stimmung und der Kampfgeist zeichnen uns aus“, freute sich Bonsels. „Wir haben uns von Rückschlägen nicht entmutigen lassen und einfach unser Spiel gespielt“, bilanzierte die GSV-Trainerin und jubelte genauso stolz wie ihre kleine, starke Truppe.

Die ging mit 10:4 in Führung und zog dann auf 14:6 davon. Sehr zum Ärgernis der Gäste, deren Betreuerin Anke Müller es auf den Punkt brachte: „Unser Team hat die erste Halbzeit total verschlafen.“

Dass die Gäste aus Hüttenberg nicht in Fahrt kamen, war der gut organisierten Deckung der Eintracht und der glänzend aufgelegten Jana Lösel zwischen den Pfosten zu verdanken. Mit ihren Paraden brachte die für die angeschlagene Janina Landau-Schütz eingesprungene Torfrau die TVH-Sielerinnen zur Verzweiflung.

Nach dem Seitenwechsel behielt die Eintracht mit der erfolgreichsten Schützin Sarah Panhans (12/4) die Oberhand. Obwohl es Mitte der zweiten Halbzeit beim 20:18 noch mal eng war, meisterte der GSV auch diese Situation mit Bravour: Das Team legte gleich darauf wieder drei Tore vor und fuhr am Ende einen ungefährdeten und viel umjubelten Sieg ein. Baunatal: Lösel, Landau-Schütz - Panhans 12/4, Salzmann 6, Papke 3, Gerbig 3, Krug 2, Hoscan 1, Hempel, Oschmann, Bonsels.

Von Martina Sommerlade