3. Liga: SVG Fritzlar vor gelungenem Umbau - alle Positionen doppelt besetzt

Reichlich Alternativen

Klare Anweisungen: Fritzlars Trainerin Susanne Bachmann. Links im Hintergrund: Neuzugang Jana Kurzbuch. Foto:  Kasiewicz

Fritzlar. Runderneuert innerhalb von zwei Jahren - so gehen die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar in die neue Drittliga-Saison. Seit Susanne Bachmann als Trainerin übernahm, hat sie das Gesicht der Mannschaft komplett geändert.

14 Neue kamen unter ihrer Regie, neun davon vor dieser Spielzeit. Eine Mammutaufgabe, daraus in kurzer Zeit ein Team zu formen. Aber: „Es passt alles, die Stimmung in der Mannschaft ist klasse“, freut sich die Bad Wildungerin. Abteilungsleiter Steffen Schmude pflichtet dem bei: „Wir sind richtig gut aufgestellt“.

Die Rechnung mit dem großen Kader von 18 Akteurinnen ging bislang auf, auch wenn der bereits wieder um zwei Köpfe geschrumpft ist: die Verletzung von Neuzugang Alexandra Kohler stellte sich als Kreuzbandriss heraus, so dass die Saison für sie bereits vorbei ist. Und Tabea Schwalenstöcker scheute den harten Konkurrenzkampf mit der auf den linken Flügel gewechselten Jessie Kleinmann und Gegenstoß-Spezialistin Jana Giebisch.

Was unterstreicht, dass das Team richtig beißt. „Ich musste in der Vorbereitung fast mehr bremsen als Gas geben“, sagt Bachmann, hocherfreut darüber, dass gerade die jungen Spielerinnen Betrieb machen. Esther Meyfarth (21) hat das Zepter als Regisseurin übernommen und bewies nicht nur beim Testspielsieg bei Zweitligist Kirchhof, dass sie mehr als „nur“ Defensivqualitäten hat. Alisa Groos (19) schickt sich an Janina Dreyer nachzueifern. Die sicherte sich letzte Saison ihren Stammplatz über kompromisslose Deckungsarbeit. Und Rechtshänderin Jana Kurzbuch (19) nimmt auf Rechtsaußen völlig respektlos den Kampf mit Linkshänderin Bibiana Huck auf.

An Alternativen fehlt es den Domstädterinnen also nicht. Alle Positionen sind mindestens doppelt besetzt. Mit Esther Meyarth, Anne Breitschuh, Maria Pirvan und Melina Horn stehen gleich vier Spielerinnen für die Spielgestaltung zur Verfügung. Daneben geben Janina Dreyer und Sandra Kupke dem Rückraum die nötige Breite. Am Kreis muss sich die Germania mit Sabine Kirmse und Anne Breitschuh ohnehin keine Sorgen machen.

Das Prunkstück können die Außen werden. Links Jessica Kleinmann und Jana Giebisch, rechts Bibiana Huck und Jana Kurzbuch - vier pfeilschnelle Tempogegenstoßspezialistinnen, die auf ihre Chancen lauern. „Die können im Wechsel jeden Gegner müde laufen“, freut sich Susanne Bachmann. Vor allem mit langen Pässen vom Torhüterinnen-Dreigestirn Danja Auel, Larissa Hohmann und Vanessa Maier. Am besten schon am Samstag bei der HSG Blomberg-Lippe II, denn ein guter Start könnte laut der SVG-Trainerin wegweisend für eine erfolgreiche Saison sein. (ko)

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