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Drittliga-Topspiel: Nur sieben Tore in Hälfte zwei

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Chance vertan: Fritzlars Kreisläuferin Sabine Kirmse (links) scheitert hier an Lintforts starker Torfrau Jessica Joachims. Foto: Wensierski
Chance vertan: Fritzlars Kreisläuferin Sabine Kirmse (links) scheitert hier an Lintforts starker Torfrau Jessica Joachims. © Foto: Wensierski

Kamp-Lintfort. Unerwartet deutlich haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar das Spitzenspiel der 3. Liga West verloren. Mit 19:26 (12:13) unterlagen die Domstädterinnen beim Tabellenführer TuS Lintfort und haben damit den Kontakt zur Tabellenspitze verloren.

Die erste Auswärtsniederlage der laufenden Saison war vor allem einer enttäuschenden Angriffsleistung geschuldet. Nur sieben Treffer gelangen den SVG-Handballerinnen in der zweiten Hälfte. „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt. Nach der Pause aber war unser Angriffsspiel praktisch nicht mehr vorhanden“, befand Trainerin Susanne Bachmann.

Dabei war Fritzlar vielversprechend in die Partie gestartet. Schnell führten die Gäste mit 4:0 (7.), was Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein zu einer Auszeit veranlasste. Erst danach kam der Tabellenführer besser ins Spiel. Als Prudence Kinlend (Doppelspielrecht beim Bundesligisten Weibern) zum 4:5 (11.) traf, war der TuS wieder auf Tuchfühlung.

Gestützt auf eine erneut starke Abwehr, sorgten Maria Pirvan und Esther Meyfarth für einen komfortable Vorsprung: 11:6 (19.). Doch dann brachten Zeitstrafen gegen Johanna Fischer und Jana Kurzbuch (2) die Bachmann-Sieben vollkommen aus dem Konzept. Sechs Treffer in Folge bescherten Lintfort beim 12:11 (25.) die erstmalige Führung. Zwar hatte Fritzlars 6:0-Deckung um Meyfarth und Melina Horn Torjägerin Kinlend über weite Strecken der Partie im Griff, dafür übernahmen aber Vanessa Idelberger und Alina Grijseels jetzt Verantwortung. Bei Meyfarths Ausgleichstreffer (12:12, 29.) war Fritzlar das letzte Mal auf Augenhöhe.

Denn mit vier Treffern in Folge zog Lintfort auf 16:12 (33.) davon. Auch in Überzahl gelang es den Domstädterinnen nicht, den Abstand zum Tabellenführer entscheidend zu verringern. Gegen eine aggressive Lintforter Abwehrreihe mit einer starken Jessica Joachims im Tor fand die SVG-Offensive nur noch selten ein Mittel. Klare Torchancen wurden ausgelassen, zudem produzierten die Domstädterinnen zahlreiche technische Fehler, die Lintfort förmlich zu einfachen Toren aus der zweiten Welle einluden.

Beim 17:20 (49.) durch Sabine Kirmse war die Partie noch offen, aber auch eine Auszeit von SVG-Übungsleiterin Bachmann vermochte dem Spiel keine Wendung mehr zu geben. Nur wenig später drohte der Germania gar ein Debakel (17:25, 56.). Lisa-Marie Berz und Johanna Fischer betrieben zwar noch Ergebniskosmetik, was aber nichts an der höchsten Fritzlarer Saisonniederlage änderte. • SV Germania: Oross, Maier, Hohmann - Kleinmann 2, Kirmse 1, Kurzbuch 1/1, Huck, Fischer 1, Pirvan 5, Horn 3,Berz 2, Meyfarth 4/1, Denecke.

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