Vellmar gegen Tabellennachbarn Obernburg

Wer überwindet Nervosität zuerst?

Zug zum Tor: Auf Benjamin Gunkel (rechts) setzt der TSV auch im Heimspiel gegen Obernburg. Archivfoto: Fischer

Vellmar. Der Mitkonkurrent im Kampf gegen den Abstieg riss in den zurückliegenden Wochen nun wirklich keine Bäume aus, holte nur drei Punkte aus sieben Spielen und verlor die letzten vier Partien. Dennoch erwartet Iljo Duketis, Trainer der Oberliga-Handballer des TSV Vellmar, im Heimspiel gegen den Tuspo Obernburg (Sonntag, 18 Uhr, Großsporthalle) „eine undankbare Aufgabe, weil sie sich keine Niederlage mehr erlauben dürfen“.

Entscheidender Faktor in der Auseinandersetzung zweier Teams, die nichts zu verschenken haben, dürfte laut Duketis Ansicht die Nervosität sein: „Wer sie als Erster ablegt, wird gewinnen.“ Und Vellmars Trainer spekuliert nicht ohne Veranlassung darauf, dass dies der TSV sein wird. „Wir sind schließlich erprobt, haben zweimal hintereinander erfolgreich um den Klassenerhalt gekämpft, während Obernburg zweimal in Folge abgestiegen ist“, weiß der Trainer.

Zudem profitiere seine Mannschaft von „ihrer Geschlossenheit, der Ruhe im Umfeld und den Zuschauern, die uns den Rücken stärken“. All dies allein reicht freilich noch nicht. Der Tabellennachbar aus Obernburg verstärkte sich mit Alexander Hess aus Kirchzell, einem Abwehrstrategen, der auch am gegnerischen Kreis viel Wirkung erzielt. „Wir dürfen ihm keinen Platz zur Entfaltung geben“, mahnt Duketis und verordnet seiner Deckung die passende Marschroute: „Obernburg ist sehr beweglich und sucht nicht die Eins-zu-eins-Situationen. Ihr Laufspiel müssen wir aggressiv unterbinden und sie so zu Einzelaktionen zwingen.“

Nach wie vor gibt es beim TSV keine Verletzungssorgen, und auch die nötige Lockerheit sei gegeben, so Duketis: „Die Jungs sind mental stärker geworden. Der Glaube ist da, mit eigenen Kräften aus der Misere herauszukommen. (wbx)

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