Handball-Verbandsligist TG Münden beim 31:19 souverän

Zuspiel mit links: Rechtshänder Jens Wiegräfe (rechts) legt den Ball auf TG-Kreisläufer Jann Rentsch. Der Wietzendorfer Jannik Hestermann versucht dagegenzuhalten. Foto: Brandenstein

Gimte. Ohne das Letzte aus sich herausholen zu müssen, setzte sich die TG Münden in ihrem ersten Saisonheimspiel durch. Wietzendorf wurde mit 31:19 (14:8) nach Hause geschickt.

Nach einem Schreckensjahr mit einer deprimierenden Niederlage nach der anderen hat sich die Stimmungslage bei der TG Münden gedreht. Strahlende Mienen statt ständiges Kopfschütteln waren am Samstag in der Gimter Sporthalle Auefeld zu sehen. Die Mannschaft hatte keine Probleme, nach dem Sieg in Eyendorf auch das erste Heimspiel in der Handball-Verbandsliga für sich zu entscheiden.

Trainer Matthias Linke wollte aber genauso wenig wie sein Kollege Dominic Leinhart überschwängliche Töne anstimmen. Dafür war der Gegner, bei dem zwei wichtige Rückraumspieler fehlten, wohl auch nicht stark genug. „Das waren zwei Punkte und damit ist es gut“, lautete die erste, sehr nüchterne Reaktion von Linke auf den zweiten Saisonsieg vor rund 200 Zuschauern, um dann weiter auszuführen: „In der ersten Halbzeit stand unsere Abwehr sehr gut. Den leichten Schlendrian Anfang der zweiten Hälfte haben wir dann ziemlich schnell abgestellt und verdient gewonnen. Ich hoffe nur, dass Nico Backs nichts Schlimmeres hat.“

Letzteres bezog sich auf eine Szene in der Schlussphase: Backs war bei einem Wurf während eines Konters so unglücklich aufgekommen, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Es war zu spüren, dass die Zuschauer förmlich den Atem anhielten, zumal der Backs behandelnde Sportphysiotherapeut Mario Heiter nur zwei Minuten später erneut zu einem Spieler eilen musste. Der zunächst am Boden liegende Niklas Bolse konnte aber die Partie fortsetzen.

Zu diesem Zeitpunkt war die Begegnung gegen den Tabellenneunten des Vorjahres längst entschieden. Die TG zeigte, dass ihre neuformierte 3-2-1-Deckung bereits gut funktioniert. Dabei nahm Rückkehrer Jens Wiegräfe auf der Spitze schon früh die gegnerischen Angriffsversuche entgegen und die hinter ihm postierten Jann Rentsch, Christian Grambow im Zentrum und Justin Brand schlossen fast jede Lücke. So hatten die Gäste lange Zeit große Probleme, überhaupt einmal aus dem Rückraum zu treffen. Münden schaltete schnell auf Angriff um und ging mit 4:0 in Führung. Schon nach fünf Spielminuten sah sich Wietzendorfs Trainer Lars-Eric Lütjens gezwungen, eine Auszeit zu nehmen.

Die TG ließ sich aber nicht aus dem Takt bringen. Im weiteren Spielverlauf wurde klar, dass die Gastgeber über die bessere Physis verfügten. Vieles, was Münden im Angriff machte, ging dem TSV etwas zu schnell. So wurde gegen die recht offensive Gäste-Abwehr auch der neuerdings am Kreis aufgebotene Jann Rentsch mehrfach sehenswert freigespielt. Der 31-Jährige dürfte in der Verbandsliga auf eine zuvor kaum erahnte Trefferquote kommen. Nach dem 15:12 (35.) zog die TG noch einmal das Tempo an und legte ein 23:14 (43.) vor. Die Entscheidung war längst gefallen. Und die Freude wäre ungetrübt gewesen, wenn es die Verletzung von Backs nicht gegeben hätte. Weiter geht es für die TG am Samstag beim VfB Fallersleben.

TG Münden: Klocke, Görtler - Grambow 8/2, Backs 5, Bolse 4, Rentsch 4, Brand 3, Wiegräfe 2, Neuhaus 2, Prinz 1, Michalke 1, Janotta 1.

Von Manuel Brandenstein

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