TG Münden will oben mitmischen - Saisonstart in der Handball-Verbandsliga

Erster Teil des Trainergespanns für den TG Mündnen: Matthias Linke

Hann. Münden. Ab morgen Abend wird die Geschichte der TG Münden in der Handball-Verbandsliga fortgesetzt. Ein Grund zum Verdruss soll das trotz zwei Abstiegen in drei Jahren nicht sein.

„Wir wollen unseren Zuschauern wieder positive Ergebnisse liefern und gehen recht zuversichtlich in die Saison“, sagt Matthias Linke, der die Mannschaft gemeinsam mit Dominic Leinhart in die richtige Spur setzen will. Vor dem Auftaktspiel beim MTV Eyendorf (Samstag, 19.15 Uhr) haben wir die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Die Mannschaft

Im erweiterten Kader stehen 16 Spieler. Das hört sich üppig an, ist es aber wohl nicht. Denn erneut wird es einen Austausch mit der Mündener Zweiten geben (Arne Neuhaus und Johannes Oppermann). Außerdem haben beide Trainer zwar einen Spielerpass, wollen aber nur in absoluten Notlagen auflaufen. Durch die Neuzugänge Jens Wiegräfe (Gensungen) und Justin Brand (Baunatal) hat die TG besonders im Rückraum gewonnen. Dritter „Neuer“ ist Rückkehrer Alexander Klocke im Tor (ebenfalls aus Baunatal), von dem man sich mehr Konstanz zwischen den Pfosten erwartet. Größtes Problem ist die zweite Torhüterposition. Nach dem Abschied von Tim Gerland konnte diese Position nicht wieder besetzt werden. Nun soll - stets in Absprache mit der A-Jugend - deren Keeper Mario Görtler aushelfen. Am Samstag in Eyendorf wird die TG aber nur mit Klocke antreten, da Nachwuchsmann Görtler bei seinen Altersgenossen gefordert ist. Am Kreis dürfte in erster Linie Jann Rentsch für den abgewanderten Georg Mendisch zum Einsatz kommen.

Die Trainer

Zweiter Teil des Trainergespanns für den TG Mündnen: Dominic Leinhart

Matthias Linke (36) und Dominic Leinhart (33) haben als Spieler bis hinauf zur 2. Liga viel erlebt. Das Duo soll neuen Schwung bringen und ist überzeugt, eine gute Mannschaft aufs Parkett zu schicken. „Wir haben uns im Training besonders auf eine bessere Abwehrleistung konzentriert“, berichtet Matthias Linke. Regelmäßig mehr als 30 Gegentore zu kassieren, soll der Vergangenheit angehören. Und was hält Linke von der neuen Möglichkeit, einen siebten Feldspieler im Angriff einzusetzen? „Das ist auch für uns eine Option. Damit kann man regelmäßig Überzahlsituationen schaffen. Allerdings muss das perfekt mit dem Torhüter abgestimmt sein, um nicht zu viele leichte Gegentore zu kassieren“, so Linke. Die TG will das Siebter-Mann-Modell aber noch verschieben. Es konnte bislang nicht ausreichend trainiert werden.

Die Heimspiele

Da die Gymnasiumshalle noch renoviert wird, trägt die TG ihre Heimspiele bis Jahresende in der Gimter Halle Auefeld aus. Erster Heimspielgegner ist der TSV Wietzendorf (Sa., 17.9., 19.15 Uhr).

Das Ziel

„Wir wollen im oberen Tabellendrittel mitspielen“, sagt Matthias Linke. Das Wort Wiederaufstieg vermeidet er: „Schließlich können wir die Stärke der Liga nur sehr schwer einschätzen.“

Die Liga

Die Verbandsliga Niedersachsen wurde durch Auf- und Abstieg gegenüber dem Vorjahr kräftig durcheinandergewirbelt. Nur sieben der 14 Mannschaften traten hier schon in der abgelaufenen Spielzeit an. Aus der Oberliga kamen neben der TG Münden die Reserve von Eintracht Hildesheim und der SV Alfeld. Zudem gab es vier Aufsteiger: Neben dem MTV Eyendorf der TuS Vinnhorst, der souveräne Meister der Landesliga-Braunschweig MTV Braunschweig II und - über die Aufstiegsrunde - der MTV Geismar, zuletzt Dritter der Landesliga.

Modus und Favoriten

In der Ausschreibung steht, dass es zwei Aufsteiger in die Oberliga sowie vier Absteiger geben wird. Allerdings kann sich das am Saisonende noch ändern. So stieg in der vergangenen Serie sogar der Tabellendritte aus Duderstadt auf, da aus der Oberliga drei Teams in die Verbandsliga-Niedersachsen abstiegen. In ihr müssen letztlich wieder 14 Mannschaften antreten (Sollzahl).

Zu den Favoriten: Aufsteiger MTV Braunschweig II wird aufgrund des möglichen Spieleraustauschs mit der eigenen Ersten (3. Liga) einiges zugetraut. Hildesheim II dürfte sofort wieder hoch wollen. Matthias Linke meint erkannt zu haben, dass auch der VfB Fallersleben (zuletzt Tabellenfünfter) investiert hat.

Der Auftaktgegner

Der MTV Eyendorf wurde zuletzt Meister der Landesliga- Lüneburg. Er verlor nur eine Partie im gesamten Saisonverlauf. Hinzu kamen fünf Unentschieden. Ein großer Erfolg, nachdem der Verein 2013 aus der Verbandsliga abgestiegen war und in den Folgejahren Vizemeister und Dritter der Landesliga wurde. Die Mannschaft ist körperlich stark und setzt fast komplett auf die Meistermannschaft. Für die TG ist es mit rund 250 Kilometern Anfahrt gleich die weiteste Reise der Saison.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.