"Spüren viel Rückenwind"

Schmunzeln über die Tabellenführung: TG Münden erwartet Aufsteiger

+
Zeigt sich jetzt auch als Torschütze: Kreisläufer Jann Rentsch.

Hann. Münden. Vom Prügelknaben zum Aufstiegskandidaten. Das trifft derzeit auf die TG Münden absolut zu. Nach sieben Spieltagen stehen die Handballer an der Tabellenspitze.

Die TG fühlt sich in der Verbandsliga offensichtlich pudelwohl, auch wenn Verfolger MTV Braunschweig die Südniedersachsen angesichts eines Nachholspiels wieder ganz oben ablösen kann.

Das sie gut in Form ist, kann die TG ihrem Anhang ein weiteres Mal am Samstagabend beweisen, wenn sie Aufsteiger TuS Vinnhorst aus Hannover zu Gast hat. Anwurf in der Gimter Halle Auefeld ist um 19.15 Uhr.

Matthias Linke

Trainer Matthias Linke Muss etwas schmunzeln, wenn er auf der ersten Tabellenplatz angesprochen wird: „Das war gar nicht unser Ziel, aber wir haben natürlich nichts dagegen.“ Am Limit sehen er und Dominic Leinhart ihre Mannschaft trotz der Führungsposition noch längst nicht. „Mit 22 Fehlwürfen wie in der vergangenen Woche gewinnst du eigentlich kein Spiel. Aber es spricht für die Mannschaft, dass sie es trotzdem geschafft hat“, meint Linke, der eingesteht, „dass das derzeit natürlich Jammern auf recht hohem Niveau ist.“

Trotz der Fehlversuche traf der Mündener Rückraum beim 27:20 in Alfeld am besten. Eine Situation, von der auch Mannschaftskapitän Jann Rentsch profitiert. Vor der Saison - nach dem Abgang von Georg Mendisch - zum Kreisläufer umfunktioniert, erzielt er seit Serienstart drei bis vier Tore im Schnitt. „Ein gefährlicher Rückraum kommt mir natürlich entgegen, weil die Abwehr gegen unsere Werfer immer recht offensiv spielen muss und sich dadurch Räume bieten“, weiß Rentsch. Und zu den weiteren Saisonzielen sagt er: „Die meisten der Spieler haben vor der Saison gesagt, dass sie in der Verbandsliga oben mitspielen wollen. Insofern lösen sie ihre Ansagen jetzt ein.“ Trotzdem wolle man sich nicht unter Druck setzen, die ersten beiden Tabellenplätze, die am Saisonende den Wiederaufstieg in die Oberliga bringen würden, unbedingt erreichen zu müssen. „Derzeit spüren wir aber viel Rückenwind, auch von unseren Zuschauern. Und das wollen wir weiter nutzen“, meint das Mündener Eigengewächs.

Nachdem die letzten beiden Siege leichtfielen, könnte es gegen den TuS Vinnhorst wieder etwas umkämpfter zur Sache gehen. Matthias Linke meint: „Auch wenn sie zuletzt gegen Geismar verloren haben, dürfen wir sie nicht unterschätzen. Immerhin hat Vinnhorst dem MTV Braunschweig II bislang den einzigen Punkt abgeknöpft.“ Mit 5:9-Punkten ist der TuS Tabellenneunter. (mbr)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.