Verloren, aber zufrieden

Baunataler Handballer unterliegen im Testspiel gegen Bern

Schwungvoll: Der Baunataler Felix Geßner setzt sich gegen die Berner Martin Prachas und Valentin Striffeler durch.
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Schwungvoll: Der Baunataler Felix Geßner setzt sich gegen die Berner Martin Prachas und Valentin Striffeler durch.

Baunatal. Mit eine Niederlage kann ein Trainer naturgemäß nie zufrieden sein. Das gilt auch für Ralf Horstmann, Trainer des Handball-Drittligisten GSV Eintracht Baunatal.

Nach der gestrigen 26:30 (11:14)-Niederlage seiner Sieben gegen den BSV Bern Muri in der Rundsporthalle machte der Baunataler Coach jedoch eine Ausnahme. „Trotz des verlorenen Spiels bin ich sehr zufrieden“, sagte Horstmann.

Denn schließlich unterlag sein Team im achten Testspiel einem Gegner der Schweizer Nationalliga A, in dessen Kader nicht weniger als acht Nationalspieler aus vier Nationen standen. Noch dazu hatte Horstmann von der gut besetzten Bank Gebrauch gemacht und eifrig durchgewechselt. „Ich habe in diesem Spiel noch einmal den Testcharakter in den Vordergrund gestellt. Vor heimischen Publikum wollte ich möglichst vielen Spielern nochmal die Gelegenheit geben, sich gegen einen Nationalligisten zu präsentieren.“

Das gelang den Gastgebern phasenweise im ersten Durchgang, den die Baunataler bis kurz vor dem Pausenpfiff ausgeglichen gestalten konnten. „Gegen Ende der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht“, analysierte Horstmann diese Phase.

5:1-Abwehr probates Mittel

Im zweiten Durchgang erwischten die Baunataler den besseren Start und gingen neun Minuten nach Wiederanpfiff mit 17:16 in Führung. Offensichtlich kamen die Gäste mit der von Trainer Horstmann angeordneten 5:1-Deckungsvariante nicht besonders zurecht. „Meine Mannschaft ist nach den Testspielen in den vergangenen Tagen gegen Hüttenberg und Coburg auch einfach etwas müde und daher nicht mehr so schnell auf den Beinen“, resümierte BSC-Coach Lukas Magnaguagno.

Bis zur 50. Minute hatte sich sein Team wieder einen Vier-Tore-Vorsprung zum 24:20 erspielt. Die Gastgeber steckten jedoch nicht auf und kamen vier Minuten vor Spielende bis auf ein Tor heran, bevor sie am Ende die spielerische Überlegenheit des Gegners anerkennen mussten. GSV Eintracht Baunatal: Paar, C. Räbiger, Paske - Koch 3, Buhre 2, Gbur 1, Schade 4/4, König 1, Werner 1, Räbiger 3, Gessner 2, Bornemann 3, Weinrich 3, Gabriel 3, Ochmann, Struiff.

Von Martina Sommerlade