Rotenburg. Ein spannendes Handball-Pokalspiel steht am Freitag, 3. Februar, um 19.30 Uhr an. In der vierten Runde kommt es in Heringen zum Duell zweier Spitzenteams der Bezirksoberliga: Die HSG Werra WHO empfängt die TG Rotenburg (TGR).
Für den Titelkandidaten TG Rotenburg ist dieses Kreisderby ein Härtetest, in dem ihre umgebaute Abwehr zeigen kann, ob auf sie Verlass ist. Wir sprachen mit TGR-Trainer Mirza Fitozovic.
Die TGR will Meister werden und in die Landesliga aufsteigen. Welchen Stellenwert hat unter diesen Umständen ein Pokalerfolg in Heringen?
Mirza Fitozovic: Als wir für diesen Wettbewerb gemeldet haben, hatten wir den Wunsch, auf den Regionalligisten Gensungen/Felsberg zu treffen. Gewinnen wir in Heringen und gewinnt Gensungen am Samstag in Bad Sooden-Allendorf, dann hätten wir unser Spiel gegen Gensungen.
Ihre Mannschaft wird sich also voll reinhängen, alle Karten auf den Tisch legen, auch wenn ja noch am 25. Februar ein wichtiges Punktspiel in Heringen folgen wird?
Fitozovic: Wir wollen gewinnen. Aber alle Karten auf den Tisch legen? Wir haben einen Kader von 14 Leuten. Das eröffnet verschiedene Möglichkeiten. Wir werden versuchen, so zu spielen, dass wir das Pokal- und das Punktspiel in Heringen gewinnen. Aber das wird schwer. Das ist ein kompakter, guter Gegner, den ich sehr hoch einschätze.
Durch den langfristigen Ausfall von Jonas Troch ist eine Lücke in Ihre Abwehr gerissen worden. Haben Sie diese Lücke schon ein Stück weit schließen können?
Fitozovic: Mit Toli Neufeld in der Mitte neben Marc Imberger klappt das teilweise schon sehr gut. Und auch Sören Hein, der jetzt wieder dabei ist, wird uns helfen, uns weiter zu stabilisieren. Ich glaube, dass wir in wichtigen Spielen, wenn es drauf ankommt, eine gute Deckung stellen werden.
Gibt es außer der Abwehr noch mehr Baustellen?
Fitozovic: Nein.
Die Atmosphäre in der Mannschaft scheint zu stimmen. Die Spieler reden und lachen abseits der Spiele viel miteinander. Kann das ein Vorteil sein im Kampf um die Meisterschaft?
Fitozovic: Natürlich. Der gute Zusammenhalt ist ein großer Trumpf. Wir haben eine junge Mannschaft, das Durchschnittsalter liegt bei 22 Jahren. Das sind viele gleichaltrige Jungs, das passt gut.
Haben Sie im Fernsehen viel von der Handball-EM mitgekriegt?
Fitozovic: Ja.
Wem haben Sie die Daumen gedrückt?
Fitozovic: Kroatien.
Wenn Sie sich so ein EM-Spiel anschauen, können Sie dann daraus auch etwas für die Arbeit mit Ihrer Mannschaft ziehen?
Fitozovic: Doch ja, ich versuche, aus diesen Spielen zu lernen. Ich versetze mich in die jeweiligen Trainer. Beobachte, wie sie ihre Mannschaft eingestellt haben auf den Gegner, auf seine Stärken und Schwächen, die ja bekannt sind. Während des Spiels überlege ich mir, wie ich als Trainer in bestimmten Situationen reagieren würde und achte darauf, was die sich einfallen lassen.
Von Thomas Walger
| Platz | Mannschaft | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Rotenburg | 865:637 | 228 | 46 |
| 2 | Melsungen II | 948:615 | 333 | 45 |
| 3 | Datter./Röhrda | 743:670 | 73 | 36 |
| 4 | Bebra | 764:750 | 14 | 33 |
| 5 | HSG Werra | 864:768 | 96 | 31 |
| 6 | Wollrode | 736:702 | 34 | 31 |
| 7 | Gens./Felsberg II | 831:826 | 5 | 25 |
| 8 | Schenklengsfeld | 697:719 | -22 | 21 |
| 9 | Wanfried | 720:770 | -50 | 19 |
| 10 | Lispenhausen | 705:791 | -86 | 18 |
| 11 | Bad Sooden-A. | 596:678 | -82 | 16 |
| 12 | Homberg | 706:847 | -141 | 13 |
| 13 | Eschwege II | 675:776 | -101 | 12 |
| 14 | Ost-/Mosheim II | 513:814 | -301 | 2 |
für den 28. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| Wanfried | Rotenburg | 25:26 |
| Gens./Felsberg II | Wollrode | 31:32 |
| Bebra | Bad Sooden-A. | 29:28 |
| Lispenhausen | HSG Werra | 30:32 |
| Melsungen II | Eschwege II | 1:0 |
| Ost-/Mosheim II | Datter./Röhrda | 21:28 |
| Homberg | Schenklengsfeld | 32:29 |



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