Handballer verbreiten Zuversicht - Wolff spricht von Gold

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Andreas Wolff will Gold in Rio. Foto: Marijan Murat

Die deutschen Handballer setzen nach Platz drei beim EuroTournoi auf Zeit. Bis zum Beginn des Olympia-Turniers in knapp zwei Wochen will der Europameister in Medaillenform sein. Torhüter Wolff spricht weiter vom ganz großen Ziel.

Straßburg (dpa) - Als das Gespräch auf das ersehnte Olympia-Gold kam, holte Andreas Wolff tief Luft, straffte sich und sein ohnehin mächtiger Brustkorb dehnte sich noch ein Stückchen mehr. "Ich denke, dass wir zurecht von Gold reden", sagte der Torhüter ohne die geringste Spur von Zweifel.

Dass Handball-Europameister Deutschland beim vor-olympischen Härtetest im französischen Straßburg eher eine durchwachsene Vorstellung geboten hatte, irritierte den besten Schlussmann der EM in Polen nicht im geringsten. "Frühform ist auch gefährlich", erklärte er, "ich würde das Turnier nicht überbewerten." Und wenn man an die begeisternden Auftritte wie bei der EM anknüpfen kann, "haben wir eine der stärksten Mannschaften im Turnier".

Erst eine 19:25-Schlappe gegen Dänemark, dann ein 30:27-Arbeitssieg gegen Ägypten - und im Anschluss waren sich im deutschen Handball-Lager alle einig: Das geht besser und das wird besser. "Wir haben noch Steigerungspotenzial", erklärte Mannschaftskapitän Uwe Gensheimer nach Platz drei beim EuroTournoi hinter Frankreich und Dänemark. Andreas Wolff, der im zweiten Spiel geschont wurde, sah das ebenso. "Wir haben noch nicht an unserer Leistungsgrenze gespielt. Das ist aber auch nicht schlimm, denn es sind noch zwei Wochen Zeit", meinte der Torhüter.

Selbst der gestrenge Bundestrainer Dagur Sigurdsson verbreitete Zuversicht, dass bis zum Auftaktspiel des olympischen Handball-Turniers der Europameister auch wieder spielt wie ein Champion. Die Verfassung sei zum jetzigen Zeitpunkt vergleichbar mit der Form zwei Wochen vor der Europameisterschaft im Januar. "Wir werden jetzt von Spiel zu Spiel stärker werden. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Wir wissen, dass es sehr eng wird. Man kann nichts garantieren. Aber wir sind gut drauf", sagte der Isländer.

Die Fehleranalyse zwischen beiden Turnierspielen hatte nach seiner Meinung gefruchtet. "Wir hatten viel mehr Tempo im Spiel", befand er. Die für ihn wichtigste Erkenntnis aus dem Vier-Nationen-Turnier lautete: "Wir sind gesund durch das Spiel gegen Ägypten gekommen und alle hatten eine kleine Steigerung in der Leistung. Das ist eine positive Sache." Auch Rechtsaußen Tobias Reichmann sieht den Olympischen Spielen optimistisch entgegen. "Dieser abschließende Sieg gegen eine starke ägyptische Mannschaft war gut fürs Selbstvertrauen", meinte der Champions-League-Sieger.

Bis zum Abflug am 1. August bezieht die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) nun in Hannover ihr Trainingslager. Dort steht am Mittwoch auch die Einkleidung für die Olympischen Spiele auf dem Programm. Einen letzten Form-Test absolvieren Gensheimer und seine Kollegen dann schon in Rio mit einem Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit am 3. August gegen Kroatien. Am 7. August startet der Europameister gegen den Olympia-Zweiten Schweden ins Turnier. Danach folgen im Zweitage-Rhythmus die Gruppenspiele gegen Polen, Brasilien, Slowenien und Ägypten.

Bisherige Turniersieger

Spielstätte in Rio de Janeiro

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