Handball-Bundesliga: Bad Wildungen reist morgen zum Tabellenzweiten HC Leipzig

Eine fast unlösbare Aufgabe

Eine Kandidatin für die zweite Reihe: Romana Grausenburger könnte wie gegen Frankfurt/Oder wieder in den rechten Rückraum rutschen. Foto: Kaliske

Bad Wildungen. Das wird richtig schwer: Die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen müssen am Mittwoch (19.30 Uhr) auswärts antreten. Das Schlusslicht der Bundesliga ist beim Tabellenzweiten HC Leipzig nur krasser Außenseiter. Karsten Moos geht die Aufgabe in der Arena Leipzig dennoch in gewohnt ruhiger Art an. „Wir haben nichts zu verlieren“, erklärt Bad Wildungens Trainer. „Aber wir wollen uns möglichst gut verkaufen, Gas geben und unsere beste Leistung abrufen.“

Moos hat derzeit keine Verletzten zu beklagen, weiß aber noch nicht, ob schulische Verpflichtungen die eine oder andere seiner jungen Spielerinnen daran hindern könnten, die Reise gen Osten mitzumachen, die die Vipers um 12.30 Uhr antreten werden.

Welche Sieben morgen beginnen wird, darüber entscheidet der 30-Jährige nach der letzten Trainingseinheit. So bleibt offen, ob Manuela Brütsch oder Julia Gronemann im Tor den Vorzug erhalten. „Beide sind auf Augenhöhe. Die, die morgen am besten drauf ist, wird zu Beginn des Spieles im Tor stehen“, meint Moos. Ob Alina Otto im zentralen Rückraum oder auf Linksaußen agieren wird, lässt der Vipers-Coach ebenfalls offen. Im rechten Rückraum scheint Moos dazu zu tendieren, Romana Grausenburger spielen zu lassen, die zuletzt bei der 36:38-Niederlage gegen Frankfurt/Oder in dieser Rolle eher überzeugte als Annika Busch. „Buschi hat alles versucht, diese Position im Interesse der Mannschaft auszufüllen. Aber ich glaube, dass sie sich auf Rechtsaußen eher wieder Selbstbewusstsein holen kann“, erklärt Moos.

Vor Leipzigs Qualitäten hat der junge Bad Wildunger Coach reichlich Respekt, ohne aber in Ehrfurcht zu erstarren. „Leipzig ist derzeit gut drauf und auf allen Positionen topbesetzt. Sie spielen eine starke erste sowie zweite Welle und agieren in der Abwehr sehr kompakt“, meint Moos. „Wir haben nur eine kleine Chance, wenn bei uns alles optimal läuft.“

Dazu gehört, dass die Abwehr der Vipers zwei international erfahrene Rückraum-Asse des HCL erfolgreich stören kann: Karolina Kudlacz, die weit über 100 Länderspiele für Polen bestritt, und die quirlige holländische Spielmacherin Maura Visser. Vor einer echten Herausforderung steht auch der Angriff der HSG. Denn mit Katja Schülke steht Deutschlands aktuell beste Torhüterin zwischen den Leipziger Pfosten. Die 28-Jährige, die vor viereinhalb Jahren von Frankfurt/Oder in die Messestadt wechselte, wurde bei der EM im Dezember in Serbien zur besten Torfrau des Turniers gekürt. Für Robben, Cocx, Heusdens und Co. sicher eine Extramotivation, dieser möglichst viele Treffer einzuschenken. (ppp)