HSV nach "Titelchen" ohne Illusionen

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Der Dino lebt: Die Hamburger Mannschaft feiert nach dem Gewinn des Telekom-Cups. Foto: Roland Weihrauch

Der Telekom Cup war für den HSV eine Trainings-Station. Coach Labbadia hat gesehen, wo der Schuh klemmt. In den nächsten Tagen sollen die restlichen Verpflichtungen perfekt gemacht werden.

Hamburg (dpa) - Wer zweimal knapp dem Abstieg entkommen ist, den ermuntert ein Sieg im wenig bedeutsamen Blitzturnier um den Telekom Cup. Bodenhaftung verliert der Fußball-Bundesligist Hamburger SV dadurch aber nicht.

Genauso wenig wie Bayern München wegen des letzten Turnierplatzes in eine Krise schlittert, wird der HSV nicht urplötzlich zum Kandidaten für einen Champions-League-Startplatz. "Wir sollten das nicht überbewerten", mahnt Mittelfeldspieler Lewis Holtby. Und betont: "Wir müssen den Ball flachhalten."

Trainer Bruno Labbadia sieht den psychologischen Effekt. "Das tut den Jungs gut", meinte der Coach. Die Hamburger waren am Samstag direkt aus dem Trainingslager in der Schweiz angereist. Auch das Turnier mit zwei 45-Minuten-Spielen hatte nicht mehr als Trainingscharakter. "Gut war, dass wir hinten wenig zugelassen haben. Es fehlt aber die Klarheit im Spiel nach vorn", analysierte Labbadia, der nach dem Gewinn des Titelchens keine Illusionen aufkommen lassen will.

Von den Neuen konnte er lediglich Gotoku Sakai aufbieten. Emir Spahic war noch gesperrt, Batuhan Altintas ist nicht in Form. In dieser Woche sollen die restlichen Transfers perfekt gemacht werden. Oben auf dem Zettel der Hamburger steht der schwedische Mittelfeld-Profi Albin Ekdal. Der 25 Jahre alte Nationalspieler vom italienischen Erstliga-Absteiger Cagliari Calcio soll das Offensivspiel ankurbeln. Seine Ablösesumme liegt bei vier bis fünf Millionen Euro.

Nach der Sturmflaute in der Vorsaison hoffen die Hamburger auf die Rückkehr der Treffsicherheit bei Pierre-Michael Lasogga und Ivica Olic. Allein bei der Hoffnung will es der HSV jedoch nicht belassen und hat sich deswegen den österreichischen U21-Auswahlstürmer Michael Gregoritsch vom VfL Bochum und den 22 Jahre alten Dänen Emil Berggreen von Eintracht Braunschweig ausgeguckt. Gregoritsch bringt es in 25 VfL-Spielen auf sieben Tore, Berggreen fiel mit fünf Toren in 13 Spielen auf. Knackpunkt bei den chronisch klammen Hamburgern ist das Geld. Rund drei Millionen Euro werden für Gregoritsch aufgerufen, 1,5 Millionen Euro für Berggreen.

Durch den Wechsel von Valon Behrami zum Premier-League-Aufsteiger FC Watford sind rund zwei Millionen Euro in die HSV-Kassen geflossen. Zudem wird sein sattes Jahressalär von rund drei Millionen Euro gespart. Nachschlag soll es durch den Transfer von Abwehrtalent Jonathan Tah nach Leverkusen geben. Angeblich ist Bayer bereit, sein erstes Angebot von sechs auf sieben Millionen Euro zu erhöhen.

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