„Ich bin glücklich“

Olympia: Baunatalerin Pamela Dutkiewicz verpasst Finale nur knapp

Alle Hürden überwunden: Die Baunatalerin Pamela Dutkiewicz (links) in Rio, hier im Vorlauf. Foto:  dpa

Kassel. Strahlend lächelnd gab Pamela Dutkiewicz in Rio ein TV-Interview. Niemand sah der Baunatalerin an, dass sie soeben den Endlauf im Hürdensprint verpasst hatte.

12,92 Sekunden hatten „nur“ zu Rang vier in ihrem Halbfinal-Lauf gereicht. Trotzdem sagt die 24-Jährige: „Ich bin rundherum glücklich."

Eine starke Leistung bei ihrem Olympia-Debüt, „denn es war nicht leicht, das ganze Tamtam hier auszublenden und sich auf sein Rennen zu fokussieren“, bilanzierte sie zwölf Stunden und eine Mütze voll Schlaf später. Und haderte dann doch: „Schade, schon 12,82 hätten zum Weiterkommen gereicht“, bilanzierte Dutkiewicz und wusste genau, wo diese Zehntelsekunde geblieben war: „Diesen Wimpernschlag habe ich schon beim Start liegengelassen.“

Diesmal war sie nicht zu schnell aus dem Startblock gesprungen, wie noch beim frühen Aus im EM-Finale, sondern zu zögerlich. Im Vorlauf hatte sie ein Straucheln beim dritten Schritt noch prima abgefangen, auch diesmal folgte „ab der dritten Hürde ein fast perfektes Rennen“. Die Studentin holte auf, kämpfte sich nach vorn, und scheiterte dennoch ganz knapp.

„Jetzt freue ich mich auf die Schlussfeier, das wird sicher ganz entspannt ein toller Höhepunkt“, sagte Pamela Dutkiewicz. Und ihr Strahlen war wieder zurück.

Cindy Roleder aus Leipzig erreichte einzige und als erste deutsche Hürdensprinterin seit 28 Jahren das Finale und wurde Fünfte in 12,74 Sekunden. Die Medaillen teilte das US-Trio Brinna Rollins (12,48), Nia Ali (12,59) und Kristi Castlin (12,61) unter sich auf.

Von Gerald Schaumburg

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