DM in Kassel 2011: Prachtkulisse bei Hundewetter

Die Überfliegerin: Stabhochspringerin Martina Strutz wurde in einem mitreißenden Wettkampf Deutsche Meisterin – da schien zwischendurch sogar mal die Sonne. Foto:  Koch

Kassel. Die deutsche Leichtathletik-Elite kehrt zurück ins Auestadion. Am 18. und 19. Juni ist Kassel erneut Schauplatz der Deutschen Meisterschaft. Grund genug, auf die Titelkämpfe 2011 zurückzublicken.

Nein, allzu oft lugte die Sonne an diesem Juli-Wochenende nicht hinter den Wolken hervor. Es war kalt in Kassel, es wehte ein fieser Wind, ab und an regnete es sogar - richtiges Hundewetter also. Trotzdem: Am 23. und 24. Juli 2011 sorgten 30 000 Zuschauer für eine Prachtkulisse im Auestadion.

Das ist nicht das Einzige, was von der Deutschen Meisterschaft der Leichtathleten vor fünf Jahren in Erinnerung geblieben ist. Ein Rückblick:

Die Begeisterung

Volle Ränge auf der Tribüne sind das eine. Darüber hinaus zeigten die Leichtathletik-Fans aus unserer Region einmal mehr, dass sie nicht nur ein fachkundiges, sondern auch ein faires Publikum sind. Begeisterung, viel Applaus, La Ola, eine wunderbare Stimmung. Von den Athleten gab es viel Lob für die Zuschauer und die tolle Unterstützung.

Die Überfliegerin

Der Wettbewerb der Stabhochspringerinnen zählte zu den spannendsten Entscheidungen. Bei der Windlotterie am Samstagnachmittag setzte sich Martina Strutz vor Silke Spiegelburg und Kristina Gadschiew durch. 4,65 Meter im zweiten Versuch genügten der Überfliegerin. „Bei der Witterung war einfach nicht mehr drin“, sagte die Schwerinerin nach ihrem ersten nationalen Titel. Vor allem ihre Lockerheit und ansteckend gute Laune machten den Zuschauern richtig Spaß. Am Ende ließ Strutz sogar noch mal 4,79 Meter auflegen, also deutschen Rekord, den sie Wochen zuvor mit 4,78 Meter selbst aufgestellt hatte. Rhythmisches Klatschen, Musik aus den Lautsprechern - aber es war nichts zu machen. Egal. Strutzi, wie die damals 29-Jährige genannt wird, gehörte zu den Publikumslieblingen.

Die Stars

Natürlich war die Prominenz der deutschen Leichtathletik in Kassel vertreten - und alle Stars gaben sich keine Blöße. Allen voran Diskuswerfer Robert Harting, der mit 65,72 Metern seinen fünften Titel in Serie holte. Außerdem gewannen unter anderem diese Favoriten: Hammerwerferin Betty Heidler, Diskuswerferin Nadine Müller, Kugelstoßer David Storl, Hochspringer Raul Spank und Hürdensprinterin Cindy Roleder.

Die Regionalen

Auch Starter mit regionalem Bezug setzten Ausrufezeichen. Der aus Spangenberg stammende Hammerwerfer Jens Rautenkranz freute sich über die Silbermedaille. Simret Restle-Apel vom PSV Grün-Weiß Kassel lief über 5000 Meter ebenfalls zu Silber. Für die größte Überraschung sorgte Florian Orth. Über 1500 Meter schnupperte der Treysaer sogar mal kurz am Titel - es wurde der zweite Platz.

Die Videowand

Das Auestadion präsentierte sich modern - mit hervorragenden Anlagen und einer neuen, 400 000 Euro teuren Videowand, die eigens für die Meisterschaft angeschafft wurde. Sie gab den Zuschauern Orientierung. Ein echtes Plus. Überhaupt die Medien: 200 Journalisten waren akkreditiert. Alles an diesem Wochenende wirkte locker und modern. Es lief einfach.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.