Fakten zum Freitag und Ausblick auf das Spiel in Frankfurt

Huskies vor dem 2. Playoff: „Auf die einfachen Dinge konzentrieren“

Jubel: Kapitän Manuel Klinge (links) freut sich mit Thomas Merl (Mitte) und Jean-Michel Daoust Foto: Schachtschneider
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Jubel: Kapitän Manuel Klinge (links) freut sich mit Thomas Merl (Mitte) und Jean-Michel Daoust

Kassel. Es war ein Traumstart, der Appetit auf mehr gemacht hat: Dank des 5:2-Erfolgs im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinalserie gegen die Löwen Frankfurt haben die Kassel Huskies viel Selbstvertrauen für die weiteren Partien getankt.

Heute ab 18.30 Uhr sind sie am Frankfurter Ratsweg zu Gast. Die Fakten zum Freitag und die Vorschau auf das zweite Derby-Duell.

Das Erste Spiel

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War eines Playoff-Auftaktes würdig. Beide Teams kämpften von Beginn an. Schenkten sich nichts. Manuel Klinge (20.) und Jamie MacQueen (21.) hatten die Huskies in Führung gebracht, bevor die Löwen durch Patrick Reimer verkürzten (33.). Alex Heinrich stellte die Zwei-Tore-Führung der Huskies wieder her (40.), bevor Nils Liesegang die Südhessen erneut auf 2:3 heranbrachte. Erst nach den Toren von Marco Müller zum 4:2 (55.) und erneut von Klinge zum 5:2 (56.) war klar, dass sich die Huskies den Sieg nicht mehr würden nehmen lassen.

Die Reaktionen

„Wir haben sehr gut in den Special Teams gespielt, zwei Powerplay-Tore erzielt und waren in Unterzahl voll da“, sagte Huskies-Trainer Rico Rossi. „Unter dem Druck des Gegners haben wir sehr gut reagiert.“

Löwen-Coach Rich Chernomaz erklärte: „Im Spiel Fünf gegen Fünf waren die Huskies kompakter. Unserem vierten und fünften Gegentor gehen individuelle Fehler in unserer Zone voraus.“ Ein Sonderlob hatte er für Huskies-Torhüter Markus Keller parat: „Er war heute sehr stark.“

Die Kasseler Jungs

Keller war ein sicherer Rückhalt, besonders auffällig aber waren auch zwei, denen die Erfolge gegen den Erzrivalen besonders gut schmecken: die beiden Kasseler Jungs Manuel Klinge und Alex Heinrich. Vielleicht hatten den Kapitän die Frankfurter Gesänge vor Spielbeginn („Manu Klinge ist ’ne Frau“) besonders motiviert. Mit dem so wichtigen ersten Treffer – einer der beiden besagten Überzahltore– gab er seiner Mannschaft Sicherheit. Mit dem letzten machte Klinge den Sieg klar. „So haben wir das gewollt. Wir waren von Anfang an bereit“, erklärte Klinge später.

Alex Heinrich stellte beim 3:1 unter Beweis, dass er als Verteidiger seinen Torinstinkt nicht verloren hat. Von einem Sonderlob aber wollte er nichts wissen. „Letztlich ist es ja egal, wer die Tore schießt. Aber natürlich freue ich mich, dass ich auch mal wieder getroffen habe.“

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Die Diskussion

Es war eine Szene, die für Gesprächsstoff sorgte: Thomas Merl musste kurz nach dem 3:2-Anschlusstreffer der Frankfurter nach einem Check gegen Dennis Reimer zwei Minuten auf die Strafbank (46.). „Check gegen das Knie, kleine Strafe“, hatten die Schiedsrichter entschieden.

Für den Frankfurter indes war die Partie vorzeitig beendet. Er verließ mit schmerzverzerrtem Gesicht das Eis. Eine Untersuchung am Montag soll Klarheit über die Verletzung geben, teilten die Löwen am Samstag auf ihrer Homepage mit. Chernomaz sagte: „Das Knie ist kaputt. Das hätte eigentlich fünf Minuten plus Spieldauer nach sich ziehen müssen.“ Rossi allerdings stellte sich vor Merl und sagte: „Ich habe einen Hüftcheck gesehen. Das war keine Absicht.“

Die Kulisse

Lauter als sonst. Heißer als sonst. Derby- und playoffwürdig – das war die Kulisse, mit der die 5000 Zuschauer ihre Huskies auf dem Weg zum Sieg lautstark unterstützten. 5026 waren es genau – weitere 1000 fehlen noch, bevor es heißt: ausverkauft. Die Huskies hätten es verdient.

Das zweite Spiel

Am Sonntag ab 18.30 Uhr steigt am Frankfurter Ratsweg das zweite Aufeinandertreffen von Huskies und Löwen. „Es wird kein leichtes Spiel“, warnt Rossi. „Wir müssen uns auf die einfachen Dinge konzentrieren“, sagt Kapitän Klinge. Und Alex Heinrich betont: „Die Frankfurter haben etwas geradezubügeln. Wir wissen, dass sie stark beginnen.“

Tipp für die Fans

Aufgrund der Frühjahrs-Dippemess stehen auf dem Festplatz vor der Eissporthalle Frankfurt keine offiziellen Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Daher empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In allen Tickets ist das RMV-Kombiticket enthalten. Empfehlung der Löwen: „Als P+R-Parkplatz empfehlen wir das P+R Parkhaus Borsigallee 24A, Frankfurt.“

Die Eissporthalle öffnet um 16.30 Uhr.

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