Bietigheim kann doch verlieren, Weißwasser feiert

Auffälligkeiten der DEL2: Tolle Torhüter, tobende Trainer

Kassel. Acht Spieltage sind gespielt in der zweiten deutschen Eishockeyliga. In der DEL2 gibt es einiges, das zu erwarten war. Aber auch Dinge, die überraschen. Die Auffälligkeiten der Liga.

VERLIEREN GEHT AUCH 

Jetzt hat es auch Bietigheim erwischt: Nach sieben Siegen in sieben Spielen mit der Maximal-Punktausbeute 21 erfuhren die Steelers in der achten Partie, wie sich verlieren anfühlt. Beim ESV Kaufbeuren hieß es 2:3 nach Verlängerung. Einen Punkt gab es trotzdem. Und Platz eins hat der Titelfavorit Bietigheim weiter inne.

TREFFEN HEISST NICHT SIEGEN 

Kurios in der aktuellen Tabelle: Die Mannschaft mit der zweitbesten Offensive steht wo? Auf Rang 13 – und damit dem vorletzten Platz. 31 Tore hat Heilbronn bereits erzielt, nur Bietigheim (35) traf häufiger. Genutzt hat diese Stärke aber noch nicht wirklich viel. Denn wo steht die schlechteste Defensive? Mit Abstand in Heilbronn, das schon 39 Treffer kassierte. Macht für das Team des früheren Kasselers Fabian Dahlem zusammen eben den vorletzten Tabellenplatz. Kleiner Trost: Mit dem 4:3 gegen Ravensburg gab’s am Wochenende den ersten Dreier.

IM OSTEN WAS NEUES 

Dresden galt vielen vor der Saison als Geheimtipp. Welches Ost-Team steht also in der Spitzengruppe? Eben: Die Lausitzer Füchse. Die gewannen am Sonntag 3:0 gegen? Na klar: Dresden. Das Team aus Weißwasser steht nun sogar auf Rang drei. Grundlage dafür ist eine starke Defensive mit nur 16 Gegentoren – auch hier sind nur die Steelers besser (11). Als famoser Rückhalt erweisen sich die jungen Torhüter der Füchse. Derbyheld Maximilian Franzreb ist gerade 20 Jahre alt, ebenso Konstantin Kessler. Marvin Cüpper gehört mit 22 ebenfalls zu den ganz Jungen der Liga.

IM KELLER ÜBERRASCHUNGEN 

Heilbronn auf Rang 13, das kommt nicht unbedingt überraschend, nachdem der Klassenerhalt nur am Grünen Tisch gelang. Kellerkinder sind derzeit aber auch Ravensburg (12., 8 Punkte) und Dresden (14., 6). Damit war nicht zu rechnen – und dementsprechend wird der Ton der Trainer rauer. Dresdens Bill Stewart übte nach dem Derby in der Lausitz Kritik an seinen Stürmern. Ravensburgs Danny Naud haute sogar richtig auf den Tisch: „Das erste Drittel war ein Schande. Ich habe noch keine Mannschaft“, tobte er nach der Pleite in Heilbronn.

Rubriklistenbild: © dpa

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