Aufholjagd ohne Happy-End: Huskies verlieren 4:5 beim Meister

Jens Meilleur gegen Sinisa Martinovic: Diesmal traf der Kasseler Stürmer (links) zum 3:2-Führungstor gegen Bietigheims Torwart. Foto:  Schachtschneider/nh

Bietigheim. 1:3-Rückstand in Rosenheim? Na und! 0:4 gegen Freiburg? Problem gelöst! Und nun? Auch in Bietigheim, beim Meister der zweiten Eishockey-Liga, lagen die Huskies am Freitag wieder zurück.

0:2 diesmal. Aber erneut zeigten die Kasseler Aufholjäger ihre großartige Moral und wendeten das Blatt binnen 14 Minuten zum 3:2 nach 36 Minuten. Diesmal aber gab’s kein Happy-End und am Ende stand eine 4:5 (0:2, 3:1, 1:2)-Niederlage.

Die Nordhessen waren schlecht ins Spiel gekommen. Die sonst so kompakte Abwehr ließ dem Titelverteidiger zu viel Raum, allzu oft stand Torwart Markus Keller im Fokus. Zunächst hatte er Glück, dass Ex-Husky Alt nur den Außenpfosten traf, Sekunden später aber musste er die Scheibe erstmals aus dem Netz klauben. Auger, auch ein Ex-Kasseler, legte auf für Sommerfeld, der freie Bahn hatte zum 1:0 (3.).

Nur langsam erzwangen die Gäste ein offenes Spiel. Thomas Merl hatte Pech mit einem Schuss ans Gestänge, und als der Ausgleich noch näher rückte, kam ihnen das 0:2 dazwischen. Erneut konnten die Stellers leicht kombinieren und Kelly traf ins Schwarze (11.).

Ins zweite Drittel aber starteten die Kasseler furios. Kaum war Sünder Jean Michel Daoust nach einer Strafzeit zurück auf dem Eis, da ebnete er gemeinsam mit Austin Wycisk schon den Weg zum 1:2. Im dritten Versuch traf Jamie MacQueen ins Netz, sein 18. Saisontor. Und das Signal zum Sturmlauf der Huskies. Kevin Maginot tanzte sich durch den Steelers-Block, behielt kühlen Kopf und traf per Rückhand zum Ausgleich. 2:2 nach 29 Minuten, ein Traumtor, dem Adriano Carciola (30.) und MacQueen (33.) den dritten Treffer hätten folgen lassen können. Doch erst im Powerplay gelang das Führungstor zum 3:2, als Jens Meilleur den Puck in den Giebel bugsierte (36.).

Aber die Führung hate nicht lange Bestand. Beinahe postwendend konterte Biegheims Bester, Justin Kelly, zum 3:3 (39.). Und als die Huskies ein weiteres Mal zu weit aufrückten, stürmten gleich drei Steelers gegen einen Kasseler Verteidiger und Schoofs wendete erneut das Blatt (4:3/44.). Als genau zwei Minuten später Kelly in Überzahl zum 5:3 traf, war die Partie entschieden. Obwohl Mike Little im Nachsetzen zum 4:5 verkürzte (55.) und Torwart Keller noch Justs Penalty abwehrte (57.)

Schiedsrichter: Fischer (Hamburg). Zuschauer: 2184 Tore: 1:0 (2:42) Sommerfeld (Auger), 2:0 (10:32) Kelly (Wrigley, Steingroß), 2:1 (21:40) MacQueen (Daoust, Wycisk), 2:2 (28:53) Maginot, 2:3 (35:54) Meiller (Daoust, Merl - 5:4), 3:3 (38:10) Kelly (Alt), 4:3 (43:32) Schoofs (Just, Cabana), 5:3 (56:32) Kelly (Sommerfeld, Wrigley), 5:4 (54:04) Little (MacQueen, Pimm) Strafminuten: Bietigheim 8, Kassel 10 +10 Heinrich

Von Andreas Eberle

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