Erfüllt zweite Liga die Anforderung nicht?

Aufstieg in die DEL steht auf der Kippe

Kassel. Die geplante Verzahnung der Eishockey-Ligen DEL und DEL2 droht zu platzen.

Auch nach einem Treffen von Verantwortlichen beider Ligen ist die Einführung von Auf- und Abstieg zur Saison 2017/18 weiter in der Schwebe. Beide Seiten wollen nun prüfen, ob das Verfahren gerichtlich geklärt werden kann.

Aus der DEL2 hatten bis zum 31. März wie vereinbart sechs Vereine um Zweitliga-Meister Kassel Huskies ihre Aufstiegsambitionen für 2018 dargestellt und einen gemeinsam definierten Kriterien-Katalog erfüllt, u. a. mit der Hinterlegung von Bürgschaften über jeweils 816 000 Euro als „Eintrittsgeld“ in die DEL. Nach Ansicht der Anwaltskanzlei „BirdundBird LLP“ erfüllen die Klubs die Voraussetzungen allerdings nicht vertragsgemäß. „Das sehen wir anders“, sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch. Wahrscheinlich werde nun ein Schiedsgericht angerufen.

Joe Gibbs

Der letzte sportliche Aufsteiger in die DEL waren 2008 die Kassel Huskies. Deren Geschäftsführer Joe Gibbs äuißerte sich gestern zuversichtlich: „Ich glaube und hoffe, dass die immensen Anstrengungen der DEL2 noch belohnt werden und es mit dem Aufstieg auf die Reihe kommt.“ Für den Kasseler gehören Auf- und Abstieg im deutschen Sport unbedingt dazu. Gibbs: „Ich hoffe, dass die DEL an das Ganze denkt im deutschen Eishockey.“

Jahrelang nämlich hatte sich das Oberhaus abgeschottet, weil sie in der zweiten Liga die wirtschaftlichen Voraussetzungen sowohl für einen Absteiger als auch für potenzielle Aufsteiger nicht erfüllt sah.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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