Huskies-Trainer trifft Nachwuchsspieler

Uli Egen: „Besseres Team als im Vorjahr“

Huskies-Trainer Uli Egen.

Kassel. Es dauert zwar noch ein Weilchen, bis in der Eishockey-Oberliga West wieder um Punkte gespielt wird, doch bei den Kassel Huskies wirft die neue Saison nun immer deutlicher ihre Schatten voraus.

Aktuell umfasst der Kader 15 Spieler, fünf weiteren Talenten aus dem eigenen Nachwuchs will Trainer Uli Egen eine Chance geben. „Am Sonntag werde ich mit den Jungs sprechen, die das Potenzial haben, in der ersten Mannschaft mitzumachen“, kündigt der Coach an.

Besagte fünf Spieler kommen auf Empfehlung von Milan Mokros, der sie bei der Eishockey-Jugend Kassel betreut. Zwei Torhüter, einen Verteidiger und zwei Stürmer hat Egen auf dem Zettel. Schlussmann Tobias Arndt beispielsweise gilt als Alternative zu Adam Ondraschek für die Position als zweiter Mann hinter Benjamin Finkenrath. „Adam muss derzeit schauen, wie sich Beruf und Eishockey vereinbaren lassen. Wenn es passt, wird er uns natürlich weiterhelfen“, erklärt der Coach.

Er ist zufrieden mit dem aktuellen Kader. „Wir haben eine bessere Mannschaft als im vergangenen Jahr. Wir sind eingespielt. Branislav Pohanka verstärkt unsere erste Reihe. Dazu haben wir uns auch in der Defensive mit Gregor Stein verbessert, der größere Sicherheit bringt.“

Weitere Verpflichtungen zu einem späteren Zeitpunkt schließt Egen nicht völlig aus. „Falls nötig, werden wir vor Transferschluss noch einmal tätig.“ Die Wechselfrist endet am 31. Januar. „Wir behalten den Markt natürlich im Blick.“ Entsprechend gelassen begegnet Egen deshalb auch jenen kritischen Stimmen, wonach der aktuelle Kader schwächer sei als beispielsweise das Team der Frankfurter. „Wir richten uns nicht nach Frankfurt, sondern konzentrieren uns auf uns. Wir haben andere Ausgaben als Frankfurt. Die Löwen hatten im vergangenen Jahr auch eine teurere Mannschaft als wir, am Ende saßen sechs Spieler auf der Tribüne und das Finale haben sie trotzdem verpasst“, bilanziert der 56-Jährige.

Team kommt zusammen

Am Sonntag begrüßt er die Huskies in der Kabine der Kasseler Eissporthalle. In der kommenden Woche stehen dann die Leistungstests auf dem Programm, am 3. September geht’s aufs Eis. Nicht mehr dabei sein wird dann Ales Kreuzer.

Der Stürmer hat in Egens Planungen keine Rolle mehr gespielt. „Er kam aus der Bundesliga, hat allerdings nie richtig bewiesen, was er kann“, erklärt Egen. In der nächsten Saison stürmt der 32-Jährige für den fünftklassigen Bayernligisten EHC Stiftland Mitterteich.

Von Michaela Streuff