Stürmer verlässt Schwenniger Wild Wings

Stürmer Philipp Schlager kehrt aus Schwenningen zu den Huskies zurück

+
Kassel Huskies: Angreifer Philipp Schlager.

Kassel. Gut zwei Wochen vor dem Beginn der Eiszeit in Kassel nimmt der Kader der Huskies für die nächste Saison in der zweiten Eishockey-Liga doch Formen an.

Einen Tag nach entsprechenden Meldungen aus dem Schwarzwald bestätigte Manager Joe Gibbs am Mittwoch: Philipp Schlager kehrt von den Schwenninger Wild Wings nach Nordhessen zurück.

Der Stürmer, inzwischen 30, hatte bereits von 2008 bis 2010 das blau-weiße Trikot getragen und in 89 Erstliga-Einsätzen für die Huskies vier Tore erzielt. Er ist trotz geringer Trefferquote in guter Erinnerung als schneller und flinker Außenstürmer, der mit viel Biss und großem Einsatz für jeden Kontrahenten ein geradezu lästiger Gegenspieler war. Attribute, die ihn auch in Schwenningen zu einem Publikumsliebling werden ließen.

Allerdings schoss der temperamentvolle Mann mit der wallenden Haarpracht offenbar auch mal über das Ziel hinaus. Die Südwest-Presse berichtet mit Bezug auf das direkte Umfeld der Wild Wings, dass sich Schlager ab und an auch abseits des Eises nicht habe zügeln können und sein Vertrag darum aufgelöst worden sei.

Aktualisiert um 17.45 Uhr.

Insgesamt sechs Spielzeiten lang trug Schlager das Trikot der Schwäne, mit denen er 2013 den Sprung in die DEL schaffte. Bei den Huskies ist er nun nach seinem Weggefährten Toni Ritter (26) und dem Ex-Düsseldorfer Corey Mapes (24) der dritte Neuzugang mit DEL-Erfahrung, aber neben Kapitän Klinge (31) erst der zweite Ü-30-Spieler. Geboren in München, gestartet in der Talentschmiede des SC Reichersbeuern bei Bad Tölz (wie u. a. Axel Kammerer), hat er inzwischen 263 DEL-Einsätze bestritten mit 19 Toren und 63 Vorlagen bei 0,78 Strafminuten (206) pro Spiel.

Mit Schlager haben die Huskies nunmehr 15 Spieler im Kader – über weitere Verpflichtungen, die lediglich noch nicht veröffentlicht wurden, um länger im Gespräch zu bleiben – kann weiterhin nur spekuliert werden.

Als zweiter Torwart wird ein Förderlizenzler aus Mannheim erwartet – erneut Florian Proske (20) oder der aus Kassel stammende Mirko Pantkowski (18). In der Abwehr sind noch drei Plätze frei. Einer für einen Ausländer, ein anderer für Kevin Maginot. Mannheimer Medien berichten, dass „Pante“ ebenso wie Maginot (22) und Stürmer Alex Lambacher (19) per Förderlizenz der Adler nach Kassel kommen werden. Mit dem Südtiroler und Carter Proft (21), dem dann vierten Mannheimer, hätten die Huskies zwölf Angreifer im Team und noch einen Ausländerplatz (für Taylor Carnevale?) frei.

„Wir haben keinen Druck und können noch auf die Leute warten, die zu uns passen. So wie bei Schlager, der keinen Puck verloren gibt“, erklärte Geschäftsführer Joe Gibbs gestern. Für das Bleiben von Co-Trainer Hugo Boisvert, was die Homepage vermuten lässt, gab er indes noch immer keine offizielle Bestätigung. Und Klarheit aus Mannheim erwartet er „in den nächsten Tagen“.

Tor: Markus Keller

Verteidigung:  Alex Heinrich, Marco Müller, Mathias Müller, Corey Mapes (zuletzt Düsseldorf)

Sturm: Manuel Klinge, Michi Christ, Braden Pimm (Kanada), Thomas Merl, Jack Downing (USA, Cincinnati Cyclones), Phil Hungerecker (Hannover Scorpions, André Gerartz (Hannover Indians), Feodor Boiarchinov (Dresden), Toni Ritter (Schwenningen), Philipp Schlager (Schwenningen)

Trainer: Rico Rossi

Co-Trainer: Hugo Boisvert

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.