Dienstag Endspiel um Rang drei

Daoust sichert Heimrecht: Kanadier macht 4:3 der Huskies in Rosenheim perfekt

Ein Sünder und ein Torschütze: Als Rosenheims Taylor McNeely (links) eine Strafzeit absaß, erzielte Carter Proft (rechts) das 1:1-Ausgleichstor für die Huskies. Archivfoto:  Schachtschneider

Rosenheim. Die Huskies haben im Playoff-Viertelfinale der zweiten Eishockey-Liga ab 11. März auf jeden Fall Heimrecht in den Spielen eins, drei, fünf und sieben. Nach ihrem 4:3 (0:1, 2:1, 1:1 / 1:0)-Erfolg gestern bei den Starbulls Rosenheim ist sicher, dass die Kasseler Puckjäger nicht mehr auf den fünften Platz abrutschen können.

Am letzten Hauptrunden-Spieltag am Dienstag kommt es somit ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle zu einem Endspiel um Platz drei gegen die Towerstars aus Ravensburg. Die haben am Sonntag in Crimmitschau nach einem 1:4-Rückstand sieben Treffer in 16 Minuten erzielt und mit ihrem 10:6-Sieg die bei Punktgleichheit maßgebende Tordifferenz auf +38 gestellt. Denselben Wert wie die Huskies ...

Doch wie weit war der Weg für die Nordhessen, bis gestern auch das vierte Saisonduell mit den bayrischen Bullen gewonnen war. Wieder war’s ein Kraftakt wie schon in den Heimspielen (7:5 und 3:2 n.V.) und der ersten Auswärtspartie (4:3 n.P.) zuvor. Jean-Michel Daoust war neben dem überragenden Torwart Markus Keller der Matchwinner. Er erzielte mit seinem zweiten Tor an diesem Abend das Siegtor – 48 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung im Gewühl vor dem Rosenheimer Gehäuse.

Ohne den leicht angeschlagenen Braden Pimm, für den Taylor Carnevale als vierter Ausländer ins Team zurückkehrte, hatten die Nordhessen begonnen. Und sie bewahrten im Hexenkessel am Inn, wo die SBR-Fans oft mit Entscheidungen der Schiedsrichter haderten, bis zur letzten Minute kühlen Kopf. Das, obwohl sie schon nach sechs Minuten in Rückstand gerieten: Einen Schuss Edfelders konnte Keller noch parieren, im Nachsetzen aber traf Zick zum 1:0 für die Starbulls. Die hatten auch weiterhin kleine Vorteile und durch Vollmayer die beste Chance zum nächsten Treffer, doch Keller parierte (16.).

Und so dauerte es bis zum Beginn des zweiten Drittels, ehe endlich die Kasseler jubelten. Das bis dahin nur durch Distanzschüsse gefährliche Gästeteam nutzte sein erstes Überzahlspiel durch Carter Proft mit feinem Handgelenkschuss aus dem Halbfeld zum Ausgleich (21.). Nun ging es Schlag auf Schlag: Zunächst brachte Daxlberger im Fallen die Hausherren erneut in Front (27.), doch nur vier Minuten später glich Jean-Michel Daoust aus. Erneut waren die Kasseler in Überzahl, und diesmal hatten sie schon nach 24 Sekunden freie Bahn.

Ähnlich erging es später auch Lennart Palausch. Einem Rosenheimer versprang die Scheibe, und der Förderlizenzler wendete entschlossen das Blatt zum 3:2 (53.). Doch im furiosen Finale setzten die Bullen alles auf eine Karte. Mit Erfolg: Nach einer Strafzeit gegen Mike Little (59:13) stocherte Loibl den Puck zum 3:3 ins Kasseler Tor – 24 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit – und erzwang die Verlängerung.

Schiedsrichter: Elia/Schrader. (Neuss/Dorsten). Zusch: 2703 Tore: 1:0 (5:53) Zick (Edfelder), 1:1 (20:28) Proft (Little, Carnevale - 5:4), 2:1 (26:14) Daxlberger (MacLeod, Lindbauer), 2:2 (30:37) Daoust (Carciola, Sturm - 5:4), 2:3 (52:22) Palausch (Proft), 3:3 (59:36) Loibl (6:4), 3:4 (64:12) Daoust (MacQueen) Strafminuten: Rosenheim 14 + 10 +10 + Spieldauer McNeely, Kassel 12

Von Thomas Neumeier

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