Sieg nach 1:3-Rückstand - Kasseler führen in Serie 2:0

6:4-Sieg in Frankfurt - Triumph für furiose Huskies

Ein Husky mitten im Löwen-Rudel: Frankfurts Kapitän Patrik Vogl (von links), Torwart Tyler Plante, Matt Tomassoni und Kassels Lennart Palausch (vorn im weißen Trikot).
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Ein Husky mitten im Löwen-Rudel: Frankfurts Kapitän Patrik Vogl (von links), Torwart Tyler Plante, Matt Tomassoni und Kassels Lennart Palausch (vorn im weißen Trikot).

Frankfurt. Das ist der Derby-Wahnsinn: Furiose Huskies haben im Playoff-Duell gegen die Löwen Frankfurt auch das erste Auswärtsspiel gewonnen.

Mit einer tollen Leistungssteigerung ab dem zweiten Drittel siegten Kassels Eishockeyspieler 6:4 (2:3, 3:1, 1:0). In der Viertelfinal-Serie der DEL 2 steht es damit 2:0 für die Nordhessen.

In Frankfurt erklären sie zu den Playoffspielen den Ausnahmezustand. „Die ganze Stadt gegen die Huskies“, fordert jedenfalls der Stadionsprecher vor dem ersten Bully. Vielleicht etwas übertrieben. Die Partie beginnt dann aber wie so oft in Frankfurt: Es scheint, als würden die Huskies den Druck der ganzen Stadt spüren. Sie stehen noch nicht ganz auf dem Eis, da liegen sie bereits hinten. Lukas Laub trifft nach 28 (!) Sekunden.

Was folgt, ist ein komplett verrücktes Spiel. Eines, in dem die Huskies wieder einmal zeigen, was sie alles wegstecken können. Wie sie immer wieder zurückschlagen. Denn natürlich drängen die Gastgeber nach dem Blitzstart unaufhörlich. Erstaunlich, dass es nach dem ersten Drittel nur 3:2 für Frankfurt steht. Was natürlich daran liegt, dass Huskies-Torhüter Markus Keller Parade um Parade zeigt. Aber auch daran, dass die Gäste bei ihren wenigen Chancen sehr effektiv sind. Jean-Michel Daoust, der neue Mann mit dem Goldhelm, nutzt die erste Überzahl zum 1:1 (6.), später verwandelt Carter Proft eine schöne Vorarbeit von Adriano Carciola zum zweiten Tor.

In einem hektischen Drittel mit vielen Strafzeiten müssen die Huskies aber auch erkennen, dass sie der Strafbank fernbleiben sollten. Anders als am Freitag klingelt es in Unterzahl zweimal. Nico Opree (9.) und Kris Sparre (16.) treffen und sorgen für das Frankfurter 3.2 nach Drittel eins.

Das ist knapp, sieht aber gar nicht so gut aus für die Huskies. Und es sieht auch nicht gut aus, wenn du nach drei Minuten im Mitteldrittel in Überzahl spielst – aber das vierte Gegentor durch einen Konter von Richard Mueller kassierst.

Eigentlich! Denn dieses Mitteldrittel bringt die Wende! Dieses Mitteldrittel wird in fünf Minuten zur großen Huskies-Show. Denn als 25:08 Minuten gespielt sind, da führen die Nordhessen tatsächlich 5:4. Nach 58 Sekunden hatte Jens Meilleur bereits zu 3;3 ausgeglichen. Und nach Muellers Treffer schlägt Kassel doppelt zurück: Eric Stephan aus der Nahdistanz und Jamie MacQueen sorgen für die Wende.

Frankfurt ist beeindruckt. Frankfurt kassiert Strafen, die die Huskies vermeiden. Was fehlt: ein sechster Treffer bis zur zweiten Pause, der in Überzahl mehrfach möglich gewesen wäre. So bleiben die angezählten Frankfurter im Spiel. So kommt, was kommen muss im Schlussdrittel: Der Sturmlauf der Gastgeber. Müller schießt völli frei zum Glück vorbei (43.). Und wenigstens Keller passt auf, als die Huskies in Überzahl den Puck vertändeln, Brett Breitkreuz das zweite Unterzahltor auf dem Schläger hat (48.) .

Doch diese Überzahl geht ja noch weiter. Und diese Überzahl bringt es noch, das sechste Tor. Manuel Klinge erzielt es, der Kapitän. Im Nachschuss. Mit etwas Glück, weil Tyler Plante noch dran ist, den Puck aber doch durchrutschen lässt. Das 6:4 in der 49. Minute - die Huskies haben den Auswärtssieg vor Augen. Und sie geben ihn nicht mehr aus der Hand, verteidigen die Führung bis zum Ende – an dem die Huskies-Fans jubeln und singen: „Das war dann das 2:0!“

Zweiter Sieg im Playoff-Viertelfinale: Huskies schlagen Frankfurt

SR: Brill/Hunnius (Zweibrücken/Berlin), Z: 5870, Tore: 1:0 (0:28) Laub (C. Breitkreuz, Cespiva), 1:1 (5:40) Daoust (Klinge, Merl - 5:4), 2:1 (8:18) Opree (Brine, Card - 5:4), 3:1 (15:35) Sparre (Mazzolini, Liesegang - 5:4), 3:2 (18:22) Proft (Carciola, Sturm), 3:3 (20:58) Meilleur (MacQueen), 4:3 (22:39) Mueller (Mazzolini - 4:5), 4:4 (23:42) Stephan (Mathias Müller, Little), 4:5 (25:08) MacQueen (Little, Stephan), 4:6 (48:26) Klinge (Merl, Valenti - 5:4), Strafminuten: Frankfurt 22 + 10 B. Breitkreuz + 10 Tomassoni - Kassel 16 + 10 Sturm.

Liveticker zum Nachlesen 

Live Blog DEL 2: Löwen Frankfurt - Kassel Huskies
 

 

Das Video zum Spiel finden sie im Laufe des morgigen Vormittags an dieser Stelle.

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