Böse Pleite bei der Finalrevanche

Huskies verlieren 0:8 gegen die Bietigheim Steelers

Kassel. Ganz bitterer Heimstart in der neuen Saison für den Meister. Kassels Eishockeyspieler kassierten in der Revanche des Vorjahresfinales eine Pleite, die sich gewaschen hatte.

Nach einem enttäuschenden Auftritt verloren die Huskies gegen hoch motivierte Bietigheim Steelers 0:8 (0:3, 0:2, 0:3).

Sie waren wohl noch etwas im Summer(game)-Feeling, die Huskies. Fühlten sich wohl nach dem Sieg im Sommerderby von Frankfurt - und wurden eiskalt erwischt. Den Gästen fehlten mit Justin Kelly, Shawn Weller, Dominic Auger und Markus Gleich vier wichtige Spieler. Das interessierte sie aber überhaupt nicht.

Bietigheim war während der gesamten Partie schneller, wacher, gefährlicher – und vor allem bissiger. Der Wille, ein wenig Wiedergutmachung für die von den Huskies triumphal dominierte Finalserie zu nehmen, war den Steelers von Beginn an anzumerken. Und so hatte Markus Keller im Kasseler Tor vom Start weg alle Hände voll zu tun. Gleich dreimal schlug es dabei in den ersten 20 Minuten hinter ihm ein. Der trockene Schuss von David Wrigley (6.) war ebenso wenig zu halten wie das Überzahl-Tor von Marcus Sommerfeld (11.) und der dritte Treffer, den Benjamin Zientek erzielte (14.).

Von den Gastgebern war im ersten Durchgang nicht viel zu sehen. Die einzige gelungene Szene ging auf das Konto von Esa Lehikoinen, der mit einem schönen Pass Philipp Schlager auf die Reise schickte. Der Stürmer schoss aber links am Tor vorbei (13.). Später scheiterten Thomas Merl und Jack Dowing in Überzahl an Sinisa Martinovic. Und diese Überzahlspiele, sie waren auch das bestimmende Thema im Mitteldrittel. Kassel schien zu Beginn gefestigter, machte etwas mehr Druck. Was fehlte: die Effektivität. Auch in vier Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis gleich zu Beginn sprang trotz guter Chancen (Merl, Downing, Hungerecker) nichts heraus. Und wie man das macht, das bekamen sie eben von den Gästen gezeigt. Die erste Strafe gegen Kassel im zweiten Durchgang nutzte erneut Wrigley zum 0:4 (33.). Die zweite Strafe war dann gerade abgelaufen, da traf doch noch Sebastian Alt (36.). 0:5! Das war deftig. Und lag neben der fehlenden Effektivität auch an teilweise sehr zögerlichem Abwehrverhalten, etwa als sich Mathias Müller Wrigley bei dessen zweitem Treffer nicht konsequent in den Weg stellte.

Nein, das war wahrlich nicht der Tag des Meisters, bei dem im Schlussdrittel Mirko Pantkowski zu seinem Saisondebüt im Tor kam. Der Kasseler Nachwuchsmann zeichnete sich in der Folge einige Male aus, kassierte aber auch noch drei Gegentreffer. Alexander Heinrich hatte zwischenzeitlich mal den Pfosten getroffen (47.). Doch am Ende wurde es immer bitterer für die Huskies und ihre Fans: 0:6 durch Adam Borzecki – natürlich in Überzahl. 0:7 durch McKnight. 0:8 durch Mike Weigandt. Dann war endlich Schluss.

SR: Bidoul (Sonthofen), Z: 3479 Tore: 0:1 (5:15) Wrigley (Just), 0:2 (10:40) Sommerfeld (Cabana - 5:4), 0:3 (13:35) Zientek, 0:4 (32:26) Wrigley (McKnight, Brown - 5:4), 0:5 (35:12) Alt (Zientek, Just), 0:6 (55:34) Borzecki (Just - 5:4), 0:7 (57:12) McKnight (Sommerfeld), 0:8 (59:34) Weigandt (Cabana) Strafminuten: Kassel 16, Bietigheim 10.

Huskies empfangen die Bietigheim Steelers

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Live Blog DEL2: EC Kassel Huskies - Bietigheim Steelers
 

 

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Rubriklistenbild: © A. Fischer

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