Huskies verlieren zuhause 1:5 gegen Dresdner Eislöwen

Kassel. Es sollte das nächste Sechs-Punkte-Wochenende werden, stattdessen gab es einen empfindlichen Dämpfer: Die Eishockeyspieler der Kassel Huskies verloren ihr Heimspiel gegen Dresden 1:5 (0:1, 0:0, 1:4).

Die Gastgeber zeigten eine enttäuschende Leistung. Doppelt ärgerlich war das, weil Tabellenführer Bietigheim überraschend gegen Freiburg verloren hatte. Die Huskies verspielten so die Chance, am Dienstag im Auswärtsspiel an den Steelers vorbeizuziehen. Dabei hatte Trainer Rico Rossi diesmal eine Luxussituation: Alle Spieler waren an Bord, auch Jack Downing und Drew MacKenzie, die am Freitag beim Sieg in Weißwasser noch fehlten.

Trotzdem lief es von Beginn an absolut nicht rund gegen unbequeme Dresdner. Sicher, die Gastgeber spielten anfangs überlegen, aber im Vorwärtsgang nicht effektiv genug. Es dauerte dann auch elf Minuten, bis Philipp Schlager Gäste-Torhüter Rene Swette mit einem verdeckten Schuss erstmals ernsthaft prüfte.

Später gab es bei zwei Überzahl-Situationen nacheinander noch Schüsse von Goldhelm Braden Pimm und Downing – das war es aber auch. Am Ende mussten die Kasseler sogar froh sein, dass Förderlizenzler Patrick Klein, der diesmal das Tor hütete, bei einem Konter von Dominik Grafenthin reaktionsschnell zur Stelle war (15.).

Das ließ sich also nicht gut an – und wurde im Mitteldrittel nicht besser. Ganz im Gegenteil. Der Auftritt der Gastgeber wurde immer schwerfälliger. Und es schlichen sich zunehmend Fehler ein. MacKenzie, Esa Lehikoinen und sogar Manuel Klinge leisteten sich Fehlpässe, die böse hätten enden können, wäre Klein nicht mehrfach rettend zur Stelle gewesen. Ganz stark beispielsweise, wie er dem frei auf ihn zustürmenden Markus Garten den Puck mit der Kelle vom Schläger holte (28.).

Deutlich zu spüren war auch, dass Rossi die Reihen verändert hatte. Vor allem in Überzahl fehlte es an Harmonie und Genauigkeit. Ganz anders die Eislöwen: Als mit Carter Proft in der 34. Minute erstmals ein Husky auf die Strafbank musste, da dauerte es nur 26 Sekunden bis zum 0:1. Petr Macholda schoss von der Blauen Linie, Lehikoinen fälschte unglücklich ab. Jetzt waren die Gastgeber endgültig gefordert.

Zumindest zwei richtig gute Chancen gab es auch im Mitteldrittel. Nach dem Schuss von Alex Heinrich prallte der Puck von der Bande zurück zu Braden Pimm, der aber zu überrascht schien und am Tor vorbeischoss (33.). Und in Unterzahl fuhr Klinge bei einem Konter allein auf das Tor zu, konnte Swette aber nicht ausspielen (38.).

Dresden schwächte sich kurz darauf selbst, weil Martin Davidek nach einem bösen Bandencheck gegen Schlager eine Spieldauerstrafe kassierte. Was es nutzte? Erst einmal nichts. Fünf Minuten Überzahl verstrichen. Downing schoss einmal über das Tor, Schlager daneben. 

„Ein Tor, ein Tor“, flehten die Fans längst. Und dann, tatsächlich, bekamen sie es. Gerade erst war die Überzahl vorbei, da stand es endlich 1:1. Phil Hungerecker fälschte einen Schuss von Corey Mapes entscheidend ab. In der 44. Minute war das, und die Hoffnung wuchs, dass die Huskies nun endlich aufwachen würden. Doch es war einfach der Wurm drin an diesem Abend. Führungstreffer? Denkste. 

Mit drei Treffern in nicht einmal drei Minuten schaffte Dresden die Entscheidung. Garten, Sacher und Kramer brachten die Eislöwen zwischen der 50. und 53. Minute 4:1 in Front. Als Höller in der 57. Minute sogar den fünften Treffer erzielte, leerte sich die Eishalle schnell. Es war halt ein enttäuschender Abend.

SR: Apel, Z: 3159, Tore: 0:1 (35:33) Macholda (Kruminsch – 5:4), 1:1 (43:54) Hungerecker (Mapes), 1:2 (50:18) Garten (Hämäläinen, Zauner), 1:3 (51:11) Sacher (Kuminsch, Dumont), 1:4 (52:51) Kramer (Hämäläinen, Garten – 5:4), 1:5 (56:54) Höller (Cook, Grafenthin), Strafminuten: Huskies 8 – Dresden 6 + 5+Spieldauer Davidek

Kassel Huskies verlieren 1:5 gegen die Dresdner Eislöwen

Hier der Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen
 

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Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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