Downing trifft doppelt

Mit viel Geduld: Huskies besiegen die Lausitzer Füchse mit 3:1

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Harter Kampf an der Bande: Husky Phil Hungerecker (links) muss sich gegen zwei Lausitzer Füchse behaupten, Patrik Parkkonen (Mitte) und Gregor Kubali.

Kassel. Geduld – in diesen Wochen ist es das Zauberwort bei den Huskies. „Die Saison ist kein Sprint“, wird Trainer Rico Rossi nicht müde zu sagen. So auch am Freitag.

Auch beim Heimspiel gegen die Füchse aus der Lausitz war ganz viel Geduld nötig, bis mit 3:1 (0:1, 1:1, 2:0) der zweite Dreier in trockenen Tücher war. Ein Sieg, der die Kasseler Eishockey-Cracks in der Tabelle weiter voranbringt.

Aber wie lange mussten Fans und Aktive darauf warten. Torlos waren die ersten 20 Minuten geblieben. Weil die Gäste den Fuchsbau konzentriert verrammelten und Torwart Kessler das, was dennoch durchkam, sicher entschärfte. Glück hatte er bei Mapes Kracher (12.), Merl (3.) und Downing (7.) schossen vorbei, auch Hungerecker fehlte in Überzahl gleich zweimal die Kaltschnäuzigkeit (15.).

Aber die Hausherren erhöhten von Minute zu Minute den Druck. Steter Tropfen sollte das Bollwerk aushöhlen. Und ja, sie zeigten Geduld. Haderten nicht mir ihrer weiterhin schwachen Chancenverwertung. Nicht als Hungerecker bei sechs gegen fünf eine tolle Kombination nicht krönen konnte (26.), nicht als Klinges Schuss aus drei, vier Metern ans stählerne Dreieck krachte, aber eben nicht ins Tor (27.).

Und so dauerte es bis zur 38. Minute, bis endlich das Loch in der Mauer gefunden war. Im fünften Überzahlspiel des fünften Saisonspiels erzielte Jack Downing seinen fünften Treffer. Perfekt freigespielt, bugsierte er den Puck mit feinem Handgelenkschuss hoch ins Netz.

1:0 - endlich! Doch allzu schnell war der so hart erarbeitete Vorsprung dahin. Die Füchse, die bis dahin nur zwei (!) Torchancen hatten und an Keller gescheitert waren, glichen nur 122 Sekunden später aus. Kurz vor der zweiten Pause war auch Keller gegen Parkkonens Schuss bei fünf gegen drei machtlos.

Genau so machtlos wie sein Gegenüber Kessler im nun unwiderstehlichen Schlussspurt der Huskies. Bei Christs Konter in Unterzahl hatte er noch das Glück des Tüchtigen, dann aber rauschte ihm der Puck zweimal über die Fanghand ins Netz. Zunächst nach einem Kracher Feodor Boiarchinovs, der den Puck hinter dem Kasten erobert und ihn dann per Bauertrick hoch in den Giebel drosch (47.). Gejubelt werden durfte aber erst mit Verzögerung, denn Referee Erdle bemühte erst den Videobeweis.

Als er das kleine Geduldsspiel beendet hatte, ging s endlich mal ganz schnell. Denn nur 69 Sekunden nach Boiarchinov erwischte Jack Downing genau die selbe Stelle. In Überzahl wieder und diesmal per knallharter Direktabnahme. Ein Traumtor! Aber zu schnell für Erdle. Wieder verschwand er vom Eis, wieder entschied er erst nach Videosichtung auf Tor.

3:1 - die Entscheidung. Auch wenn Lehikoinen sowie Schlager mit einem Kracher an den Außenpfosten das vierte Tor auf der Kelle hatten. Auch wenn ins verwaiste Füchse-Tor in der letzten drei Minuten kein weiterer Treffer mehr gelang. Sie hatten Geduld gezeigt, diese Huskies. Und sie hatten diesmal de Gegner nicht zum Toreschießen eingeladen, wie zuletzt noch Kaufbeuren.

Heimspiel der Huskies gegen die Lausitzer Füchse

Schiedsrichter: Erdle.

Zuschauer:  2793 Tore: 1:0 (37:43) Downing (Klinge, Pimm - 5:4), 1:1 (39:45) Parkkonen (Svoboda, Götz - 5:3), 2:1 (46:28) Boiarchinov (5:4), 3:1 (47:37) Downing (Mac-Kenzie - 5:4)

Strafminuten: Kassel 12, Weißwasser 14

Der Ticker zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Lausitzer Füchse
 

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