Kasseler Fans feiern lautstark

Kassel Huskies gewinnen Derby gegen Frankfurter Löwen mit 2:1

Die Huskies-Fans hatten nur einen Wunsch: „Wir woll’n den Derbysieg“, dröhnte es durch die Eishalle. Da war das erste Bully gegen den südhessischen Rivalen Löwen Frankfurt noch lange nicht gespielt.

Der Wunsch aber, der wurde erfüllt. Dank zweier Tore im Mitteldrittel und mit einem grandiosen Markus Keller im Tor triumphierten die Gastgeber 2:1 (0:1, 2:0, 0:0).

Schon der Auftakt ist furios und intensiv in diesem Derby, das auch ein Spitzenspiel ist. Doch er ist nicht gut für die Huskies. Die kassieren nach 26 Sekunden die erste Strafzeit. Und nach 82 Sekunden das erste Gegentor. Brett Breitkreuz nutzt die Überzahl zur frühen Frankfurter Führung.

Es folgt eine zweite Strafe. Die nicht bestraft wird, weil ein Treffer durch Breitkreuz wegen hohen Stocks nicht anerkannt wird. Erst dann berappeln sich die Huskies, bei denen Philipp Schlager doch noch nicht spielen kann.

Die Gastgeber haben nun ihre zunächst beste Phase. Machen Druck auf das Löwen-Tor, das überraschend von Ex-Husky Florian Proske gehütet wird. Der Grund: Brett Jaeger hatte sich beim Warmmachen durch einen Eissplitter am Auge verletzt. Proske bekommt bald Arbeit. Zweimal Jack Downing, zweimal Drew MacKenzie - das sind richtig gute Chancen. Doch sie bleiben ungenutzt. Und das Spiel der Gastgeber bleibt schwankend. Kein Wunder also, dass die Löwen Lust am Kontern haben.

Kassels Torhüter Markus Keller vereitelt schon jetzt mehrfach Chancen zum 0:2, vor allem beim Schuss von Richard Mueller (17.). Kurz darauf vergibt auf der Gegenseite Manuel Klinge – es geht mit 0:1 ins zweite Drittel. Und in diesem Drittel geht es von Beginn an hin und her. Proske wirkt zunehmend unsicherer. Keller pariert glänzend gegen Patrick Jarrett (22.). Und dann, dann ist es ein Kasseler Jung, der für den Ausgleich sorgt. Michi Christ trifft nach 24 Minuten zum 1:1. Dass Proske dabei nicht gut aussieht, ist den Gastgebern herzlich egal.

Und das zweite, das lässt nicht lange auf sich warten. Denn nun nutzen auch die Gastgeber eine Überzahl-Situation. Alex Heinrich legt den Puck quer auf die linke Seite, Jack Downing holt aus und drischt ihn in die Maschen. Kassel führt 2:1 – und arbeitet weiter daran, sich diese Führung auch zu verdienen.

Sie sind die bessere Mannschaft in diesem zweiten Drittel, spielen nun härter und konsequenter. Doch sie haben auch Glück. Brett Breitkreuz trifft die Latte (30.), als Frankfurt wieder Überzahl hat.

Die Partie ist ruppig. Aber sie bleibt im Rahmen. Derby eben. Und das Derby geht mit Kassels 2:1-Führung ins Schlussdrittel. Doch der Weg ist noch weit für die Huskies. Das wird schon klar, als Keller gegen den frei auf ihn zustürmenden Nils Liesegang klären muss (42.). Trotzdem kann kurz darauf eine Vorentscheidung fallen. Klinge bedient mustergültig Thomas Merl, der Pech hat: Pfosten!.

Frankfurt erhöht natürlich den Druck. Das ist nun Schwerstarbeit in der Defensive für die Huskies, die Mitte des Drittels auch die nächste Unterzahl überstehen. Die auf Konter lauern. Braden Pimm und Jack Downing (53.) bieten sich Chancen. Beide vergeben, Doch die Uhr tickt herunter. Und Keller bekommt Szenenapplaus, als er nach Cespivas Schuss den Puck lässig aus der Luft pflückt (55.).

Die letzten fünf Minuten verbringen alle Fans stehend. Sie müssen zittern bei einigen turbulenten Szenen vor Kassels Tor. Doch das Bollwerk steht. Und Kraken-Keller ist immer da, hält den Triumph fest. Am Ende singen Kassels Fans: „Und schon wieder Derbysieger, ECK!“

SR: Naust (Iserlohn), Z: 5126, Tore: 0:1 (1:22) Brett Breitkreuz (Keussen, Pistilli 5:4), 1:1 (23:59) Christ (Mathias Müller), 2:1 (27:01) Downing (Heinrich, Ritter - 5:4), Strafminuten: Kassel 12 - Frankfurt 14.

EC Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt

Ticker zum Nachlesen

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Löwen Frankfurt
 

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