3:2-Auswärtssieg

Huskies bewahrten kühlen Kopf im Bad Nauheimer Hexenkessel

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Eishockey DEL2 / EC BAD NAUHEIM - KASSEL HUSKIES

Bad Nauheim. Sie haben einen kühlen Kopf bewahrt im Bad Nauheimer Hexenkessel. Sie hatten in Markus Keller einen wieder mal bärenstarken Rückhalt. Und deshalb haben die Kassel Huskies einen verdienten 3:2 (1:1, 2:1, 0:0)-Derbysieg bei den Roten Teufeln Bad Nauheim gefeiert.

Von Beginn an entwickelte sich ein schnelles, ein rassiges Derby. Da waren die Gastgeber, die mit breiter Brust in die Partie gingen nach dem Sieg im anderen Hessenderby bei den Löwen in Frankfurt am Freitag. Da waren aber auch die Huskies, die auf Wiedergutmachung drängten nach dem 2:3 gegen den SC

Riessersee. Voraussetzungen also, die ein Derby mit viel Tempo und Offensive versprachen. Und diese Hoffnungen erfüllten sich. Den zunächst besseren Start aber erwischten die Gastgeber.

Knapp sechs Minuten waren absolviert, als Dominik Meisinger mit einem Nachschuss Markus Keller, der beim ersten Versuch durch Jonas Gerstung noch glänzend reagiert hatte, keine Chance ließ. Doch das 0:1 steckten die Kasseler schnell weg. Ihre anfängliche Nervosität, die sich in dem ein oder anderen Fehlpass geäußert hatte, legten sie spätestens Mitte des ersten Spielabschnitts ab. Gestärkt durch ihren sicheren Rückhalt Keller, der unter anderem gegen die allein auf ihn zueilenden Diego Hofland und Dusan Frosch die Ruhe bewahrte (9.), wurde nun auch das Kasseler Angriffsspiel mutiger. Und die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten - auch wenn eine gute Portion Glück dabei mit im Spiel war: Bad Nauheims finnischem Schlussmann Mikko Rämö rutschte die Scheibe nach einem Schuss von Huskies-Verteidiger Marco Müller durch die Schoner (16.).

Schlag auf Schlag ging es im zweiten Drittel weiter. Erst legten die Huskies vor: Nachdem Klinge und Thomas Merl mit ihren Versuchen einmal von links und einmal von rechts noch erfolglos geblieben waren, machten sie es 30 Sekunden später besser: Einen Querpass des Kapitäns verwertete Merl zum 2:1 (28.). Doch die Freude über die Führung währte nur kurz. Keine drei Minuten später kombinierten sich Vitalij Aab und Andreas Pauli durch die Huskies-Defensive, Pauli schloss eiskalt ab (31.). Doch die Antwort der Kasseler folgte postwendend: In Überzahl trifft Toni Ritter zum 3:2 (32.).

Die verdiente Führung zwar, aber noch lange kein Ruhekissen im Hexenkessel Colonel-Knight-Stadion. 3600 Zuschauer empfangen sie mit lauten Pfiffen zum Schlussdrittel. Ein heißer Tanz kündigt sich an. Die Gastgeber verschärfen das Tempo. Radek Krestean scheitert an Kellers rechtem Schoner, Meisinger mit seinem Versuch von halbrechts. Dann muss Ritter auf die Strafbank. Die Roten Teufel wittern ihre Chance. Pauli trifft den Pfosten, Keller rettet gegen Joel Johannson. Auf der Gegenseite klärt Rämö in letzter Sekunde gegen den von der Strafbank heranstürmenden Ritter, dann gegen Feodor Boiarchinov. Klinge kassiert zwei Minuten, die Hausherren drücken. Doch Keller und seine Vorderleute stellen sämtliche Schusswege zu und holen sich von ihren 250 mitgereisten Fans den verdienten Derbysiegerapplaus ab.

SR: Westrich (Zweibrücken), Z: 3553

Tore: 1:0 (5:46) Meisinger (Gerstung, Ketter), 1:1 (15:05), Marco Müller (Klinge), 1:2 (27:31) Merl (Mapes, Klinge), 2:2 (30:19) Pauli (Aab), 2:3 (31:51) Ritter (Pimm – 5:4)

Strafminuten: Bad Nauheim 4, Kassel 8.

Kassel Huskies gegen Bad Nauheim

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