Ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle

Huskies ohne Zeit zum Durchschnaufen: Dienstag kommt Weißwasser

Aktion: Riessersees Angreifer Lubor Dibelka (links) setzt zum Schuss an. Husky John Zeiler (rechts) hechtet von hinten heran, Torhüter Kai Kristian ist bereits abgetaucht. Foto: Schachtschneider

Kassel. Nach Riessersee ist vor Weißwasser: Kaum Zeit zum Durchschnaufen bleibt den Kassel Huskies in diesen Tagen.

Nach dem knappen 0:1 nach Penaltyschießen am Sonntagabend gegen den Klub aus Garmisch-Partenkirchen empfängt die Mannschaft von Trainer Rico Rossi am Dienstag die Lausitzer Füchse zum Heimspiel in der Deutschen Eishockey-Liga 2. Erstes Bully ist um 19.30 Uhr.

Es ist nicht nur das sechste Spiel seit dem zweiten Weihnachtstag, es ist auch das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten aus Nordhessen und dem Dritten aus Weißwasser.

Rückblick 

Das Spiel gegen Riessersee begann mit einer halben Stunde Verspätung, weil die Schiedsrichter von einer späteren Anfangszeit ausgegangen waren. Riessersees Coach Toni Krinner, von 1995 bis 1997 selbst ein Husky, erklärte: „In der Wartezeit habe ich die Jungs in der Kabine in Ruhe gelassen. Fünf oder zehn Minuten vor dem Anpfiff bin ich dann reingegangen und habe wieder die Konzentration aufs Spiel geweckt.“ Auskühlen, drohende Verletzungsgefahr - das wussten die Teams zu verhindern. Es entwickelte sich eine Abwehrschlacht sondergleichen.

Ticker zum Spiel

„Gegen den SCR wussten wir, dass wir nicht eine Sekunde schlafen dürfen, weil wir sonst einen Konter kassieren. Das hat die Mannschaft super umgesetzt. Wir haben jetzt in 130 Minuten nur zwei Gegentore kassiert. Das ist doch spitze“, sagte Huskies-Cheftrainer Rico Rossi. Auf den Einwand, dass seine Huskies in den letzten 190 Minuten allerdings selbst nur vier Treffer erzielt haben, erwiderte er: „Das ist für mich kein Thema. Wir spielen genügend Chancen heraus, und nicht jeder Torwart ist so stark wie Tomas Tomek diesmal, und nicht jede Abwehr ist so kompakt wie Riessersee.“ Seine Spieler sahen das ähnlich. „Wir hatten einfach nur Pech“, sagte Adriano Carciola und fügte augenzwinkernd an: „Im Training werden wir jetzt nicht vermehrt Toreschießen üben. Wir bleiben unserer Linie treu.“ Insgesamt 52-mal prüften die Huskies Tomek. „Uns hat vielleicht nur das 1:0 gefehlt, dann wäre wie bei einer Ketchup-Flasche alles auf einmal nachgekommen und wir hätten noch mehr Tore geschossen“, erklärte Peter Flache.

Ausblick 

„Wenn wir an diese Offensivleistung anknüpfen und so gegen andere Gegner weitermachen, dann werden wir in dieser Saison noch mehr Spiele gewinnen als verlieren“, ergänzte der Deutsch-Kanadier. Nicht helfen können wird gegen Weißwasser neben Matthias Bergmann, Daniel Kunce und Mika Järvinen auch Michi Christ, der weiter an einer Fußverletzung leidet.

Rossi erklärt mit Blick auf den Gegner am Dienstag: „Wir haben gegen Riessersee ganz viel richtig gemacht und müssen nun gegen Weißwasser nichts ändern. Stabil in der Defensive, gut in Unterzahl und vorn mit Zug zum Tor, dann klappt das schon. Die Füchse können ein System wie Riessersee nicht spielen. Das ist eine Mannschaft, die Tore schießen will. Aber sie marschiert auch nicht so aggressiv wie Frankfurt und Bremerhaven, sondern ist spielerisch sehr stark.“ Gute Chancen also, dass die Huskies und ihre Fans keine neuerliche Nullnummer erleben.

Von Gerald Schaumburg und Michaela Streuff

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