Duisburg oder Frankfurt - Huskies warten auf Gegner

Huskies warten auf Gegner: „Wir müssen eh jeden schlagen“

Kassel. Wie es weitergeht, das hängt nun an Selb und Duisburg. Während die Eishockeyspieler der Kassel Huskies mit dem 9:4-Erfolg gegen Weiden den Einzug ins Playoff-Halbfinale der Oberliga im schnellstmöglichen Tempo perfekt gemacht haben, wird der Gegner noch gesucht.

Es ist die Frage, die die Fans der Huskies nun beschäftigt, auch wenn Trainer Uli Egen sagt: „Mir ist es völlig egal, wer der Gegner wird. Wir müssen eh jeden schlagen, wenn wir aufsteigen wollen.“

Da hat er natürlich recht. Trotzdem bewegt das mögliche brisante Derby gegen Frankfurt schon im Halbfinale die Gemüter. Bisher aber sieht es eher nach dem Gegner Duisburg aus.

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Warum das so ist, sagt der Modus. Wenn die Füchse das Duell mit Selb, in dem sie 2:1 führen, gewinnen, ziehen sie als viertes Team der Westgruppe in das Halbfinale ein.

Die in dieser Saison erdrückende Dominanz des Westens über die bayrischen Vertreter – neben Kassel setzten sich auch Frankfurt und Bad Nauheim in nur drei Partien durch – wäre perfekt.

Sollte aber Selb die bayrische Fahne hochhalten und die Serie noch drehen, dann ändert sich die Setzreihenfolge für die Playoffs. Kassel stünde als Sieger der Endrunde weiter auf Platz eins. Frankfurt aber, in der Endrunde hinter Nauheim platziert, würde anstelle von Duisburg auf Platz vier rutschen. So käme es bereits zum Derby.

Fest steht: Weiter geht es Gründonnerstag auf heimischem Eis. „Wir sind froh, dass wir bis dahin etwas durchschnaufen können. Man darf ja nicht vergessen, dass viele Spieler in der Ausbildung stecken und jetzt eine enorme Doppelbelastung haben“, sagt Verteidiger Sven Valenti, der nun ein ganz anderes Duell erwartet als im Viertelfinale.

Frankfurt oder Duisburg, das wird sich nicht viel nehmen“, sagt er, „hart wird beides.“ Härter jedenfalls als Weiden. „Denen haben wir schon im ersten Drittel des ersten Spiels den Zahn gezogen“, sagt Valenti, und erinnert an die 15 Minuten, als die Huskies in Dauerunterzahl keinen Treffer zuließen.

„Sicher ein dankbarer Gegner“, bilanziert auch Uli Egen die Viertelfinalserie. „Aber“, sagt er, „wir haben uns das auch verdient. Schließlich haben wir die komplette Saison auf Platz eins abgeschlossen.“

Der letzte Akt gegen Weiden zeigte aber auch, dass die Huskies sich keine Nachlässigkeiten erlauben können. „Wenn wir unkonzentriert sind, dann klingelt es“, sagt Valenti über die vier Gegentore, die Zeugnis allzu lässiger Abwehrarbeit waren.

Uli Egen nahm es diesmal aber gelassen: „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass sie Sauhunde sind“, sagt er. Denn: „Immer wenn es brannte, haben sie dann doch noch gezeigt, was sie können.“ Und das wollen die „Sauhunde“ nun auch im Halbfinale tun. Egal, ob der Gegner Duisburg heißt, oder doch schon Frankfurt.

Von Frank Ziemke