2:3 in Frankfurt

Hessenderby: Huskies im Penalty-Pech

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Die Entscheidung: Frankfurts Landon Gare verwandelt seinen Penalty gegen Huskies-Torhüter Benjamin Finkenrath.

Frankfurt. Mehr Brisanz geht nicht in der Eishockey-Oberliga West: Es war das Derby Südhessen gegen Nordhessen. Das Spiel zweier in der Zwischenrunde ungeschlagener Mannschaften.

Das Kräftemessen zwischen Spitzenreiter und dem um ein einziges Tor schlechteren Zweiten. Kein Wunder also, dass es dramatisch wurde, dass es bis in die Verlängerung ging, ins Penaltyschießen. Das Ende aber war bitter für die Huskies. Sie verloren bei den Frankfurter Löwen 2:3 (2:1, 0:1, 0:0 - 0:1). Landon Gare verwandelte den entscheidenden Penalty für die Gastgeber.

Einen Rückschlag mussten die Gäste vor dem Spiel hinnehmen. Der erkrankte Daniel Willaschek konnnte die Reise nicht mitmachen, Trainer Uli Egen schickte nur fünf Verteidiger auf das Eis. Und die hatten von Beginn an Schwerstarbeit zu leisten. Nicht nur, dass Frankfurt durch Roland Mayr bereits in der zweiten Minute in Führung ging, die Gastgeber übten Dauerdruck aus.

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Fast 15 Minuten lang kamen die Huskies kaum aus dem Verteidigungsdrittel. Sie konnten sich bei ihrem Torhüter bedanken, dass der Rückstand nicht höher ausfiel. Seine größten Taten zeigte Benjamin Finkenrath gegen den bei einem Konter auf ihn zustürmenden Thomas Schenkel (8.) und bei einem krachenden Schuss von Christoph Ziolkowski (11.).

Wie also stand es nach dem ersten Drittel? Es stand 2:1 für Kassel. Denn in der 15. Minute bekamen die Gäste ihre erste Überzahlsituation. Sie benötigten 20 Sekunden – dann hatte Michi Christ den Ausgleich erziehlt. Und als Schenkel in der Schlussphase auf die Bank musste, da war das Überzahlspiel der Huskies erneut erfolgreich. Sieben Sekunden vor der Sirene traf Manuel Klinge zur Führung, die durchaus glücklich zu nennen war.

Video vom Spiel

Aber was soll´s? Das hier war ein Derby. Und da ist die Tatsache, dass man führt, wichtiger als die Frage, wie die Führung zustande kommt. Schade nur, dass zu Beginn des Mitteldrittels eine doppelte Überzahl nicht auch noch genutzt wurde. Wer weiß, wie die Löwen sich davon erholt hätten. So aber blieben sie im Spiel, wenn auch längst nicht mehr so druckvoll wie zu Beginn.

Der Ausgleich gelang ihnen trotzdem – ebenfalls in Überzahl, die Tom Fiedler erfolgreich abschloss (30.). Alles also nach der Hälfte der Spielzeit wieder auf Null – und auf dem Eis wurde es immer umkämpfter, immer hitziger, immer verbissener. Und natürlich immer spannender. Michi Christ und Daniel Reiß konnten gute Konterchancen nicht nutzen. Finkenrath hielt, was auf sein Tor kam.

So ging es mit einem mittlerweile gerechten Unentschieden in das Schlussdrittel. Ein Drittel, das die Huskies stark begannen. Sie hielten Frankfurt meist fern von ihrem Tor. Hatten gute Möglichkeiten durch Schwab (42.), Christ (48.) und Snetsinger (49.). Sie hatten weiter einer grandiosen Finkenrath, der bei Frankfurts erste richtig guten Chance gegen Martens (50.) Kopf und Kragen riskierte, später nach Snetsingers Ausrutscher auch gegen Gare rettete.

Verlängerung war also fast zwangsläufig. Am Ende jubelte Frankfurt. Doch dank des einen Punktes ist für die Huskies weiter alles drin. Es gibt ja noch ein Rückspiel in Kassel.

Huskies-Neuzugang Jan Loboda im Training

Jan Loboda im Training bei den Kassel Huskies

Statistik

SR: Hoppe (Frankfurt)/Hurtik (Darmstadt), Z: 6561,

Tore: 1:0 (1:50) Mayr (Fiedler), 1:1 (14:38) Christ (A. Heinrich - 5:4), 1:2 (19:53) Klinge (Valenti, Sikora - 5:4), 2:2 (29:13) Fiedler (Mayr - 5:4), 3:2 Gare (Penalty), Strafminuten: Frankfurt 10 - Kassel 10.

Von Frank Ziemke

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