Eishockey-Knüller Frankfurt - Kassel im Fußballstadion

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Frankfurt/Kassel. Fans der Huskies können sich den 10. September ganz dick im Kalender anstreichen. Denn an diesem Tag werden die Kasseler Puckjäger das offizielle Eröffnungsspiel zur nächsten Saison in der zweiten Eishockey-Liga bestreiten.

Nicht als Wintermärchen, sondern als so genanntes Summer Game. In Frankfurt. Gegen die Löwen. Unter freiem Himmel im Fußballstadion. Vor bis zu 50 000 Zuschauern. „Es ist großartig, Teil des zweiten Event Games in der DEL 2 zu sein“, erklärte Huskies-Geschäftsführer Joe Gibbs strahlend und stolz am Montag in der Mainmetropole, wo das Projekt vor Ort in der Commerzbank-Arena präsentiert wurde. „Wir freuen uns sehr, dass wir eingeladen wurden, den Derby-Klassiker gegen Frankfurt im Fußballstadion auszutragen. Ich habe das erste Open-Air-Game der NHL 2003 in Edmonton sowie kürzlich das sächsische Winterderby der DEL 2 in Dresden gesehen und bin beeindruckt von diesen Veranstaltungen.“

Aktualisiert um 19.05 Uhr

Nun also werden die Huskies selbst Teil eines solchen Eishockeyspektakels, das in der Öffentlichkeit schon jetzt für ganz viel Aufmerksamkeit sorgt und noch mehr Präsenz sorgen wird. Patrik Meyer, Geschäftsführer des Stadionbetreibers, sieht das Spiel als einen weiteren großartigen Baustein des Frankfurer Stadionsommers mit Konzerten, Festivals und Sport. Stefan Krämer, Geschäftsführer der Löwen, freut sich auf ein Eishockey-Fest zum 25-jährigen Jubiläum der Löwen, die zu DEL-Zeiten noch als Lions firmierten. „Wir streben mit den Event Games nicht grundlegend die Rekorde der DEL an. Aber wir wollen mit derartigen Großereignissen unseren Sport positiv nach außen tragen“, erklärte René Rudorisch. Rund 45.000 Besucher erhofft der Geschäftsführer der DEL 2 beim Sommerspektakel, bis zu 50.000 sind möglich. Aktuell hält das zweite Winter Game der DEL vom 5. Januar 2015 in Düsseldorf zwischen der DEG und den Kölner Haien mit 51.125 Fans den Europarekord für Open-Air-Spiele im Club-Eishockey.

33 Wochen und sechs Tage vor dem großen Spiel wurden auch die Fanbeauftragten von Löwen und Huskies über das Spektakel informiert. „Daraufhin haben wir sofort mit der Planung begonnen“, sagte der Kasseler Sven Breiter. „Wir wollen alles tun, unseren Stehplatzbereich voll zu bekommen. Dafür soll jeder Fan der Huskies eine Fahrgelegenheit nach Frankfurt bekommt – mit Bussen, Bahnen oder Pkw.“ Allerdings sind noch viele Fragen offen, die nun mit den Organisatoren möglichst kurzfristig geklärt werden sollen. Breiter: „Wir schaffen das. Und vielleicht gewinnen wir das Spiel dann ja auch.“

Vorverkauf hat schon begonnen 

Eintrittskarten für das Sommerspiel sind schon seit gestern im Vorverkauf erhältlich, sie kosten zwischen 15 und 55 Euro. Für die Kasseler Fans ist insbesondere die Osttribüne vorgesehen. Die Tickets gibt’s in allen HNA-Geschäftsstellen, in der Kasseler Tourist-Information (Wilhelmstraße 23) und im Internet auf www.summer-game.de

Das Programm ist in Arbeit 

Die Fans sollen am 10. September ein Eishockey-Fest für Jung und Alt erleben. In Dresden gab’s kürzlich auch ein Legendenspiel mit einstigen Idolen aus dem Lager beider Teams. Was genau im großzügigen Rahmenprogramm passieren wird, steht noch nicht fest, auch der Spielbeginn ist noch offen. Sicher ist, dass die Arena um 12 Uhr ihre Pforten öffnen wird.

Verhandlungen laufen über TV-Übertragung 

Natürlich soll das Summer Game auch live im Fernsehen übertragen werden. Schließlich ist es das erste Punktspiel der neuen Saison im deutschen Eishockey, alle anderen Ligenspiele (auch die DEL) starten erst eine Woche später. Die Verhandlungen mit potenziellen Sendern über eine Übertragung laufen noch.

Eis ist garantiert bis 30 Grad Wärme 

Eishockey im Spätsommer im Freien – wie soll das gehen? Die Betreiber der mobilen Eisfläche, die für das Hessenderby angemietet wird, garantieren eine intakte Eisfläche bis 30 Grad Außentemperatur.

Verdienen oder zahlen die Huskies? 

Natürlich bekommen die Huskies eine Vergütung aus dem angestrebten Überschuss für ihr Mitwirken. Aber es entstehen ihnen auch Mehrkosten zum Beispiel für zusätzliches Training in der Arena vor dem Spiel. Um welche Summen es geht, darüber gab es keine Auskunft.

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