Schlittenhunde verspielten fast noch schnelle 4:0-Führung

Zum Sieg gezittert: Huskies gewinnen 7:5 gegen Rosenheim

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Kassel. Es war der Tag der offenen Tür in Kassels Eishalle – mit einem furiosen Start, einem Durchhänger im Mitteldrittel, gewaltigem Zittern im Schlussdurchgang – aber schließlich doch mit einem Heimsieg:

7:5 (4:0, 2:3, 1:2) bezwangen die Kassel Huskies in der DEL 2 die Starbulls aus Rosenheim. Den 2511 Zuschauern wurde in der Eishalle ein offener Schlagabtausch geboten, der allerdings einen gewaltigen Schönheitsfehler hatte: dass die Gastgeber nach einem furiosen Auftakt am Ende sogar noch dermaßen in Gefahr gerieten.

Denn was die Huskies im ersten Drittel boten, das war schon sehenswert. Es waren ja nicht nur die Tore, es war die ganze Art, wie die Gastgeber den Auftakt dominierten. Sie setzten den Gegner von Beginn an unter Dauerdruck. Nach fünf Minuten standen bereits fünf oder sechs klare Einschusschancen zu Buche, dazu ein Pfostentreffer von Adriano Carciola – aber noch kein Tor.

Artikel aktualisiert
um 22.11 Uhr.

Das änderte sich aber bald, und dann sehr nachhaltig. Zwischen der 9. und 15. Minute schlugen die Gastgeber gleich viermal zu. Und das ging so: Taylor Carnevale schießt den Puck von der Bande an die Kufe von Braden Pimm, Abpraller – 1:0. Manuel Klinge über rechts, ein Schuss wie ein Strich direkt in den Winkel - 2:0. Jamie MacQueen im zweiten Anlauf, nachdem Jens Meilleur noch gescheitert war – 3:0. Jean-Michel Daoust aus der Halbdistanz, nachdem die Gäste komplett eingeschnürt worden waren – 4:0.

Und Rosenheim? Fiel zunächst nur durch Ruppigkeiten auf. Unrühmlicher Höhepunkt: MacLeods Check an der Bande gegen Marco Müller, der mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Eis musste. Das gab zurecht eine Spieldauerstrafe. Es gab aber auch einen leichten Bruch im Spiel der Gastgeber, die zunächst in Überzahl sehr umständlich agierten – und dann ab dem Mitteldrittel sehr sorglos in der Defensive.

Das nahm man noch auf die leichte Schulter, als Manuel Edfelder traf, Carter Proft aber postwendend auf 5:1 erhöhte (25.). Als dann aber Domenik Daxlberger und David Vallorani mit einem Doppelschlag die Kasseler Deckungsnachlässigkeiten bestraften, drohte es bereits richtig brenzlig zu werden für die plötzlich verunsicherten Gastgeber. Zu doiesem Zeitpunkt war es ganz wichtig, dass Jens Meilleur auf Zuspiel von Carnevale (33.) erst einma für etwas Beruhigung sorgen konnte.

Huskies gewinnen 7:5 gegen Rosenheim

Richtig in Tritt aber kamen die Huskies einfach nicht mehr. Im Gegenteil: Rosenheim spielte auch im Schlussdrittel deutlich offensivstärker, hatte zunächst Pech mit einem Pfostentreffer von Gustav Weistert (44.), verkürzte in Überzahl dann aber erneut. Michael Rohner sorgte für das 6:4 (49.) und für Spannung, auf die die Gastgeber gern verzichtet hätten. Zumal sie dann auch noch nach Sören Sturms Fehlpass in Überzahl den Anschlussreffer kassierten (Vollmayer, 57.).

Erst in der Schlussminute sorgte Carnevale mit einem Schuss ins leere Tor für Erleichterung- Am Ende blieb das Fazit: So wie die Huskies kann man mal anfangen. So wie die Huskies sollte man aber nicht unbedingt nachlassen.

Statistik

Schiedsrichter: Winnelens (Berlin)

Zuschauer: 2511,

Tore: 1:0 (8:57) Pimm (Carciola, Christ), 2:0 (9:13) Klinge (Daoust, Sturm), 3;0 (12:57) MacQueen (Carnevale, Meilleur), 4:0 (14:42) Daoust (Proft, Carciola), 4:1 (23:42) Edfelder, 5:1 (24:59) Proft (Carnevale), 5:2 (28:07) Daxlberger (Loibl), 5:3 (28:07) Vallorani (Strakhov, Frank ), 6:3 (32:05) Meilleur (Carnevale), 6:4 (48:47) Rohner (Frank - 5:4), 6:5 (56:39) Vollmayer (McNeely, Vallorani - 4:5), 7:5 (59:20) Carnevale (5:6),

Strafminuten: Kassel 12 - Rosenheim13 + 10 Stretch + 10 McNeely + Spieldauer MacLeod.

Das Video zum Spiel finden Sie im Laufe des Samstagvormittags an dieser Stelle.

Der Ticker zur Partie zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Starbulls Rosenheim

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