Saisonauftakt in der DEL2

Kassel Huskies gegen Frankfurt 1:3 - Derby-Pleite trotz Klasse-Keller

Kassel. Auch ein großartiger Torhüter konnte einen enttäuschenden Start der Kassel Huskies in die neue Eishockey-Saison nicht verhindern.

Trotz zahlreicher Großtaten von Markus Keller, der sogar zwei Penalties parierte, verloren die Gastgeber den Derby-Auftakt der DEL 2 gegen die Löwen Frankfurt 1:3 (0:0, 1:0, 1:3).

Und das verdient. Das Spiel war energisch. Es war verbissen. Aber anders als drei Wochen zuvor im Testspiel war es fair. Ganze sechs Strafminuten verhängte das Schiedsrichtergespann im ersten Drittel. Das war gut.

Nicht ganz so gut: Den ersten Torjubel der Huskies-Fans beendeten die Herren Aicher und Sicorschi auch. Als Jens Meilleur die Scheibe in der 7. Minute über die Linie drückte, da sahen die Unparteiischen Torraum-Abseits. Vergeblich waren die Proteste des Schützen, vergeblich die Gesänge vom Heuboden: „Das war das 1:0!“ Bis dieses 1:0 dann doch fiel, verging einiges an Zeit.

Aktualisiert am Samstag um 10.25 Uhr.

Das Spiel nahm erst im zweiten Durchgang an Fahrt auf. Das lag, bedingt auch durch eine Strafzeit, an den Löwen. Da hatten es die Gastgeber dem Können Kellers zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Der fischte einen Schuss von Ex-Husky Matt Tomassoni aus dem Winkel (23.). Und er war auch zur Stelle, als seine Vorderleute sich in Unterzahl einen schwachen Wechsel leisteten, gleich zwei Frankfurter allein auf ihn zufuhren, Keller aber den Schuss von Richard Mueller parierte.

Im ersten Derby der Saison gab es auch immer wieder mal kleinere Auseinandersetzungen.

Dieses Duell sollte das Mitteldrittel bestimmen, vor allem in der Phase, als die Huskies sich bei mehrerenLöwen-Strafzeiten in Überzahl ganz, ganz schwach anstellten. Müller nutzte das mit seinem Tempo zu Kontern. Und er bekam einen Penalty zugesprochen, als einer dieser Konter von Michi Christ regelwidrig gestoppt wurde (33.). Die Endstation aber hieß ebenso Keller wie eine Minute später, alsMueller Sven Valenti überlief. Wieder hieß es in diesem Privatduell: Sieger Markus Keller. Die Gastgeber hatten dem in Überzahl eigentlich nur einen Schuss von Jamie MacQueen entgegenzusetzen, der an Antti Ore scheiterte (36.). Das war aber verkraftbar – schließlich stand es seit der 26. Minute 1:0.

Und das kam so: Manuel Klinge kurvte hinter das Tor, spielte einen Pass zurück vor das Gehäuse, wo eben MacQueen den Puck über die Linie drückte. Wieder gab es kurz Irritationen. Doch diesmal protestierte Frankfurt. Denn diesmal gaben die Schiedsrichter den Treffer. Mit einem etwas glücklichen 1:0 ging es ins Schlussdrittel.

Das begann wie das zweite aufhörte: Mit zwei Überzahlsituationen der Huskies, bei denen sie weiter extrem ungefährlich agierten. Die beste Chance hatte wieder Frankfurt (45.) als Taylor Carnevale den Puck verlor. Doch Keller parierte. Gegen wen? Natürlich gegen Richard Mueller! Der Ausgleich aber, der war dauerhaft nicht zu verhindern. Nick Mazzolini erzielte ihn im Nachschuss in der 50. Minute. Ohne Frage war das auch verdient.

Die Huskies schleppten sich mittlerweile eher schwerfällig über das Eis, wurden mit einem Doppelschlag kalt erwischt, denn knapp zwei Minuten später traf Mazzolini erneut, diesmal in Überzahl. Da nutzte es auch nichts, dass Keller gegen Lukas Laub auch noch den zweiten Penalty parierte (52.). Die Luft war komplett raus bei den Gastgebern. Laub traf noch ins leere Tor. Die Derby-Niederlage war perfekt.

Erstes Derby der Saison: Kassel Huskies gegen Löwen Frankfurt

Statistik:

Schiedsrichter. Aicher (Rosenheim)/Sicorschi (Waldkraiburg),

Zuschauer: 4373,

Tore: 1:0 (25:10) MacQueen (Klinge), 1:1 (49:14) Mazzolini, 1:2 (50:53) Mazzolini (Breitkreiz, Laub - 5:4),

Bes. Vorkomnisse: Keller (Kassel) hält Penelties von Mueller (32:51) und Laub (51:59.),

Strafminuten: Kassel 12 + 10 Marco Müller - Frankfurt 16.

Der Ticker von Freitagabend noch einmal zum Nachlesen:

Live Blog DEL2: Kassel Huskies - Löwen Frankfurt

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